Effectuation

Effectuation planen: mit dem anfangen, was da ist.

Du hast Effectuation gelernt und willst es mit einer Gruppe machen. Hier liegt der Ablauf dafür schon: drei Größen, acht Methoden im Koffer und fünf Arbeitsbögen (Handlungsanlass, Mittel-Inventur, Leistbarer Einsatz, Partner-Radar, Erster Schritt). Größe aussuchen, umbauen, bis es zu deiner Gruppe passt, losgehen.

Ausprobieren ohne Konto · Export als PDF, Word und Excel

3Abläufe mit Timing, vom Schnuppern bis zum halben Tag
9Methoden im Effectuation-Koffer
5Arbeitsbögen als A4
5Prinzipien, jedes mit eigener Übung

Der Prozess liegt als Ablauf da

Mittel inventarisieren, überlegen, was daraus werden könnte, den leistbaren Einsatz festlegen, Partner gewinnen, den ersten Schritt gehen. In 90 Minuten mit einer Zitronen-Runde für die Pannen, in zwei Stunden mit mehr Zeit für jeden Schritt, im Halbtag mit Marktplatz und Regatta.

Zu jedem Prinzip eine Methode

Bird in Hand, Affordable Loss, Crazy Quilt, Lemonade, Pilot in the Plane. Im Koffer steht zu jedem eine Methode mit Zeiten, Material und Stolperfallen, zu vier davon auch ein A4-Bogen.

Auch mit Piraten an Bord

Wer die Bucht-Bildwelt aus Piratize mag: Polynesisches Segeln und die Kaperfahrt liegen als Vorlagen daneben. Effectuation ist das Fundament, Piratize das Segelrevier.

Die Größen-Treppe

Drei Längen, ein Prozess

Jede fertige Stufe ist ein Ablauf, den du öffnest und an deine Gruppe anpasst. Die Methoden sind dieselben, die Zeit für jeden Schritt wächst mit.

  1. Schnuppern90 MinutenJedes der fünf Prinzipien einmal am eigenen Vorhaben, mit einer Zitronen-Runde für Pannen und einem ersten Schritt mit Datum am Ende.Plan-Engine + MethodenkofferAblauf öffnen →
  2. Der Kern2 StundenMittel-Inventur, was daraus werden könnte, leistbarer Einsatz, Partner-Radar, erster Schritt. Jeder Schritt hat Zeit für Arbeit am Bogen und ein Gespräch zu zweit.Plan-Engine + BögenAblauf öffnen →
  3. Halber Tag4 StundenSpeed Startup zum Aufwärmen, ein Impuls zu den Prinzipien, der Marktplatz der Macher, auf dem Crews entstehen, und die Speedboot-Regatta mit eingebauter Überraschung. Mit Drehbuch.Plan-Engine + Bögen + Regie-PultAblauf öffnen →
  4. Gründungs-Kompakt1 bis 2 TageVon der Idee über Annahmen und ein erstes Experiment bis zum Pitch vor der Gruppe. Die Bausteine liegen im Koffer, den getimten Ablauf mit Drehbuch bauen wir gerade.Plan-Engine + Folien + Fotoprotokollin Arbeit

Was drinsteckt

Was für einen Effectuation-Workshop bereitliegt

  • Abläufe in drei Längen90 Minuten, zwei Stunden, halber Tag. Jeder Block ist mit seiner Methode verknüpft und lässt sich tauschen.
  • Methoden mit StolperfallenMittel-Inventur, Leistbarer Einsatz, Partner-Radar, Zitronen-Runde, Erster Schritt und drei Übungen für den halben Tag.
  • Fünf ArbeitsbögenHandlungsanlass, Mittel-Inventur, Leistbarer Einsatz, Partner-Radar, Erster Schritt. Druckfertig als A4.
  • Der Einsatz-RechnerAffordable Loss in vier Währungen. Wer ihn ausfüllt, nimmt die Reißleine als Satz mit, teilbar per Link.
  • Regie-Pult für den TagUhr, Regieanweisung und Zeitkonto laufen mit. Du siehst jederzeit, ob du im Plan bist.
  • Mittel-Inventur auf dem WhiteboardDie Fläche mit drei Spalten: Wer bin ich, Was weiß ich, Wen kenne ich. Für Gruppen, die online arbeiten.

Die fünf Prinzipien

Zu jedem Prinzip die passende Methode

Bird in Hand, Affordable Loss, Crazy Quilt, Lemonade und Pilot in the Plane. Jede Karte zeigt, welche Methoden ein Prinzip üben, und führt in die gefilterte Bibliothek.

  1. Bird in HandMit dem anfangen, was da istWer ich bin, was ich weiß und wen ich kenne, bestimmt die ersten Schritte. Ein fertiges Ziel braucht es dafür nicht.5 Methoden im KofferMittel-InventurSpeed StartupHandlungsanlassErster Schrittalle 5 →
  2. Affordable LossDen Einsatz begrenzenVorher festlegen, was im schlechten Fall verschmerzbar ist: Geld, Zeit, Ansehen, Beziehungen. Die Grenze entscheidet über den nächsten Schritt.2 Methoden im KofferLeistbarer EinsatzErster Schritt
  3. Crazy QuiltPartner gewinnenWer mitmacht, bringt eigene Mittel ein und redet beim Kurs mit. Mit jeder Zusage wird das Vorhaben größer und konkreter.2 Methoden im KofferPartner-RadarMarktplatz der Macher
  4. LemonadeÜberraschungen nutzenAbsagen, Pannen und Zufälle sind Material. Die Frage lautet, was sich daraus machen lässt.2 Methoden im KofferZitronen-RundeSpeedboot-Regatta
  5. Pilot in the PlaneSelbst steuernDie Zukunft entsteht aus dem, was Menschen tun. Der Blick liegt auf dem Teil, den man selbst in der Hand hat, und auf dem nächsten Schritt.2 Methoden im KofferErster SchrittSpeedboot-Regatta

Formate über mehrere Termine

So geht’s

  1. Größe wählen: 90 Minuten zum Schnuppern, zwei Stunden für den Kern oder der Halbtag mit Drehbuch.
  2. Ablauf anpassen: Blöcke tauschen, Zeiten ändern, Bögen aus dem Material dazulegen.
  3. Durchführen und exportieren: Regie-Pult für dich, PDF oder Word für alle anderen.
Zwei-Stunden-Ablauf öffnen

Für wen das ist

  • Effectuation Experts
  • Gründungsberatung
  • Lehrende in der Gründungslehre
  • Innovationsteams
  • Trainer:innen
  • Coaches
  • Personalentwicklung
  • Intrapreneurship-Programme

Effectuation funktioniert mit allen, die etwas anfangen wollen, ohne zu wissen, wie es ausgeht: Gründungsteams, Innovationsabteilungen, Menschen, die eine Initiative im Verein starten. Die Abläufe sind so gebaut, dass jede Person an ihrem eigenen Vorhaben arbeitet.

Im Vergleich

Woher das kommt, und was hier dazukommt

Die Prinzipien hat Saras D. Sarasvathy beschrieben. Was im deutschsprachigen Raum daraus geworden ist, mit Mittel-Inventur, leistbarem Einsatz und Handlungsanlass als Werkzeugen, kommt aus der Effectuation-Community um Michael Faschingbauer und René Mauer. Dort haben wir es gelernt, und das merkt man den Bögen an. Was es bisher nicht gab: ein Planungswerkzeug dafür. Wer einen Workshop vorbereitet, hat Folien, eine Tabelle und ein Miro-Board offen. Hier steht der Ablauf mit Timing, die Bögen sind gedruckt in fünf Minuten.

MerkmalFacilitoolsFolien, Tabelle und Miro-Board
AblaufGetimte Vorlage in drei Längen, Blöcke mit Methode verknüpftAgenda als Folie, Zeiten von Hand gerechnet
ArbeitsbögenFünf Effectuation-Bögen als A4Selbst gebaut oder abfotografiert
Affordable LossEinsatz-Rechner mit Reißleine zum VorlesenNotiz auf Papier
DurchführenRegie-Pult mit Uhr und ZeitkontoStoppuhr und Moderationskarten
HostingDeutschland, AVV nach Art. 28 DSGVOJe nach Anbieter außerhalb der EU

Verglichen wird das Planen und Durchführen eines Workshops. Wissen zu Effectuation gibt es an vielen guten Stellen.

Einen Effectuation-Workshop planen

Jede Person bringt ein eigenes Vorhaben mit

Die Prinzipien werden greifbar, sobald sie an etwas Echtem hängen. Bitte die Teilnehmenden vorab, an ein Vorhaben zu denken, das sie in den nächsten Monaten anfangen wollen. Ein Projekt im Job zählt genauso wie eine Idee für den Verein. Wer keins hat, findet es meist bei der Mittel-Inventur.

Der Einsatz kommt vor dem Plan

Viele Gruppen wollen sofort ausrechnen, was ein Vorhaben bringen könnte. Effectuation dreht die Frage um: Was kann ich verlieren, ohne dass es wehtut? Plane für diesen Schritt Zeit ein, gerade bei Zeit und Ansehen. Mit Geld rechnen alle, die anderen Währungen vergessen die meisten.

Am Ende steht ein Schritt mit Datum

Ein Effectuation-Workshop endet mit einer Handlung, die in der nächsten Woche passiert und einen echten Menschen einbezieht. Laut vorgelesen wird daraus eine Verabredung. Wer eine Folgesitzung plant, fragt dort zuerst, was aus diesen Schritten geworden ist.

Du willst erst nachlesen?

Die fünf Prinzipien ausführlich erklärt und Beispiele aus echten Unternehmungen stehen auf unserer Schwesterseite tomorrow.tools.

Die 5 Effectuation-Prinzipien lesen

Häufige Fragen

Was ist Effectuation?

Eine Entscheidungslogik für Situationen, in denen sich die Zukunft nicht vorhersagen lässt. Saras D. Sarasvathy hat sie aus Interviews mit erfahrenen Unternehmer:innen herausgearbeitet: Sie fangen mit ihren Mitteln an, begrenzen den Einsatz, gewinnen Partner, nutzen Zufälle und gestalten den Teil der Zukunft, den sie beeinflussen können. Im deutschsprachigen Raum ist das Standardwerk dazu „Effectuation“ von Michael Faschingbauer (Schäffer-Poeschel).

Welche fünf Prinzipien gibt es?

Bird in Hand (mit den vorhandenen Mitteln anfangen), Affordable Loss (den leistbaren Einsatz festlegen), Crazy Quilt (Partnerschaften mit Leuten, die selbst etwas einbringen), Lemonade (Umstände und Zufälle nutzen) und Pilot in the Plane (die Zukunft gestalten, soweit man sie beeinflussen kann). Der Ablauf hier folgt dieser Reihenfolge.

Wie lange dauert ein Effectuation-Workshop?

90 Minuten reichen, um jedes der fünf Prinzipien einmal anzufassen. Zwei Stunden geben dem Kern mehr Luft: Mittel-Inventur, leistbarer Einsatz, Partner, erster Schritt. Ein halber Tag hat Platz für den Impuls zu den Prinzipien, den Marktplatz, auf dem Crews entstehen, und die Regatta, in der Überraschungen eingebaut werden. Alle drei liegen hier als Ablauf bereit. Für Formate über mehrere Termine gibt es die Seite Entrepreneurship.

Für wen ist das?

Für alle, die ein Vorhaben haben und nicht wissen, wie es ausgeht: Gründende, Intrapreneure, Teams vor einem Neustart, Studierende in der Gründungslehre. Und für die, die solche Gruppen begleiten: Trainer:innen, Coaches, Dozierende, Gründungsberatung, Effectuation Experts.

Was hat Piratize damit zu tun?

Piratize ist das Framework von Tools for Tomorrow für Arbeit unter Ungewissheit, und Effectuation ist sein Fundament. Die Bildwelt (Bucht, Kaperfahrt, Crew, Wetterlagen) taucht deshalb auch in den Effectuation-Vorlagen auf. Wer sie ganz haben will, nimmt die Vorlagen „Polynesisches Segeln“ und „Kaperfahrt“.

Wann taugt Effectuation nicht?

Wenn das Ziel feststeht, der Weg bekannt ist und nur noch Umsetzung fehlt. Dann ist ein Plan schneller. Die Linse „Ungewissheit“ hilft, vorher zu bestimmen, wie viel offen ist.

Kostet das etwas?

Die Abläufe für 90 Minuten und zwei Stunden, die Methoden und der Bogen „Handlungsanlass“ sind kostenlos. Der Halbtag ist als Ablauf ebenfalls frei; bezahlt wird das Durchführungspaket mit Drehbuch je Block, den fünf Bögen, Checklisten und Einladungstext.

Fang mit zwei Stunden an.

Mittel-Inventur, leistbarer Einsatz, Partner-Radar, erster Schritt. Danach hat jede Person im Raum einen Schritt mit Datum. Ohne Konto, sofort im Editor.

von Tools for Tomorrow · Server in Deutschland — offengelegt