System Mapper

System Mapping im Whiteboard: Schleifen und Hebel auf Knopfdruck.

Du zeichnest Variablen und Pfeile mit Plus oder Minus, der System Mapper liest mit. Er findet die Schleifen, schreibt R oder B dran, zeigt die Variablen mit dem größten Hebel und spielt durch, was passiert, wenn eine Größe steigt. Alles auf demselben Whiteboard, mit mehreren Leuten gleichzeitig und auf Deutsch.

Mit Konto · Server in Deutschland · Export als CSV, JSON und Bild

4Whiteboard-Vorlagen für Systemkarten, eine davon fertig ausgefüllt
14Methoden im Koffer für Systemkarten
3Dateien beim Export: Variablen, Wirkungen, Kumu-JSON
DEServerstandort, AVV nach Art. 28 DSGVO

Die Karte liest mit

Jeder geschlossene Kreis wird gefunden und gefärbt, mit R für verstärkend und B für ausgleichend. Die Marken landen als Text auf dem Whiteboard und lassen sich verschieben oder löschen.

Hebel und „Was wäre, wenn“

Variablen, die viel bewegen und selbst kaum bewegt werden, bekommen einen Ring. Wähle eine Variable, lass sie steigen, und jede berührte Größe zeigt einen Pfeil nach oben oder unten.

Rein und raus ohne Umweg

Die Variablen stehen als Tabelle im Panel, mit Ein- und Ausgängen. Raus geht es als CSV, als JSON im Aufbau von Kumu und als Bild oder PDF des Whiteboards.

Was drinsteckt

Was der System Mapper kann

  • Schleifen findenJeder Kreis bekommt eine Farbe und ein R oder B. Die Liste im Panel nennt den Weg Variable für Variable.
  • Hebel zeigenDie Variablen mit dem größten Überschuss an Ausgängen bekommen einen gestrichelten Ring.
  • Was wäre, wennVariable wählen, steigen oder sinken lassen. Jede berührte Größe zeigt einen Pfeil nach oben, nach unten oder ein Fragezeichen.
  • Hinweise beim LesenPfeile ohne Vorzeichen, Variablen ohne Pfeil oder Namen, doppelte Namen, als Zustand benannte Größen. Ein Klick wählt die Stellen aus.
  • Die Karte in WortenEine Beschreibung aller Schleifen und Hebel zum Kopieren, fürs Protokoll oder für alle, die nicht dabei waren.
  • Tabelle und ExportVariablen mit Ein- und Ausgängen als Tabelle, Download als CSV und als JSON im Aufbau von Kumu.

So geht’s

  1. Beispielkarte oder leere Kausalschleife öffnen, der System Mapper ist gleich offen.
  2. Variablen setzen, Pfeile ziehen, am Pfeil zwischen Plus und Minus wechseln.
  3. Schleifen finden, Hebel zeigen, die Karte in Worten kopieren oder exportieren.
Beispielkarte öffnen

Für wen das ist

  • Organisationsentwicklung
  • Strategie-Teams
  • Lehrende & Dozierende
  • Beratung
  • Kommunen & Verwaltung
  • Stiftungen & NGOs
  • Nachhaltigkeits-Teams
  • Trainer:innen & Facilitator

Für alle, die mit Gruppen an zähen Fragen arbeiten und die Karte danach weiterpflegen: im Workshop, in der Strategie-Runde, in der Lehre. Die Abläufe dafür liegen auf der Seite Systems Thinking.

Im Vergleich

Wo Systemkarten heute entstehen

Die bekannten Toolkits für System Mapping sind Miro-Vorlagen auf Englisch: Felder, Klebezettel, Leitfragen. Die Fläche darunter weiß nicht, was eine Schleife ist, gezählt wird von Hand. Kumu rechnet mit Netzwerken, ist aber ein eigenes Werkzeug auf Englisch, getrennt vom Workshop. Hier liegt der System Mapper im selben Whiteboard, auf dem ihr den Workshop durchführt, und er liest die Karte beim Zeichnen.

MerkmalFacilitoolsMiro-Vorlage für System Mapping
Schleifen findenAuf Knopfdruck, mit R und BVon Hand zählen
HebelRangliste aus Ein- und AusgängenVon Hand
Was wäre, wennFolgen einer Variable auf der KarteIm Kopf durchspielen
SpracheDeutschToolkits meist Englisch
HostingDeutschland, AVV nach Art. 28 DSGVOMiro: USA und EU je nach Tarif

Verglichen wird das Werkzeug unter der Karte. Die Toolkits und Kurse zu System Mapping sind gutes Lehrmaterial, das ersetzen wir nicht.

Eine Systemkarte lesen: worauf es beim Mapping ankommt

Die Minus-Pfeile entscheiden

Ob ein Kreis verstärkt oder ausgleicht, hängt an den Minus-Pfeilen darin. Eine gerade Zahl, auch null, heißt verstärkend: Mehr Druck bringt mehr Überstunden, mehr Erschöpfung, mehr Fehler und am Ende wieder mehr Druck. Eine ungerade Zahl heißt ausgleichend, das System bremst sich selbst. Ein falsch gesetztes Minus dreht die Lesart der ganzen Schleife. Deshalb meldet der System Mapper jeden Pfeil ohne Vorzeichen.

Ein Hebel ist ein Kandidat

Eine Variable mit vielen Ausgängen bewegt viel. Das macht sie zum Kandidaten für einen Eingriff. Ob sich dort etwas ändern lässt, wie lange es dauert und wer es tun kann, weiß die Gruppe. Die Methode Hebelpunkte sortiert die Ideen danach, wie tief sie ins System greifen.

Die Karte braucht eine Geschichte

Eine Karte mit dreißig Variablen versteht nach dem Workshop niemand, der nicht dabei war. Hilfreich ist ein Absatz je Schleife: was sich aufschaukelt, was bremst, wo der Hebel sitzt. Der System Mapper schreibt dafür einen Rohtext, den die Gruppe überarbeitet und ins Protokoll legt.

Häufige Fragen

Was ist System Mapping?

Eine Systemkarte zeichnen: die Größen eines Problems als Variablen, ihre Wirkungen als Pfeile mit Plus oder Minus. Aus den Kreisen darin lässt sich lesen, warum sich ein Problem hält und wo ein Eingriff etwas bewegt. Das Vorgehen kommt aus der System Dynamics der 1960er-Jahre und ist heute Allgemeingut.

Was bedeuten R und B an einer Schleife?

R steht für eine verstärkende Schleife (reinforcing): Die Wirkung kommt verstärkt am Anfang an, das System schaukelt sich auf. B steht für eine ausgleichende Schleife (balancing): Die Wirkung kommt gedreht zurück, das System pendelt sich ein. Der System Mapper zählt dafür die Minus-Pfeile im Kreis. Bei einer geraden Zahl ist es R, bei einer ungeraden B.

Wie findet der System Mapper Hebel?

Er zählt je Variable, wie viele Pfeile hinausgehen und wie viele hineinkommen. Wer viel bewegt und selbst kaum bewegt wird, steht oben. Das ist ein Hinweis zum Weiterdenken. Ob ein Eingriff dort machbar ist, entscheidet die Gruppe; zum Einordnen der Eingriffe gibt es die Methode Hebelpunkte.

Rechnet „Was wäre, wenn“ ein Modell durch?

Es folgt den Vorzeichen. Steigt eine Variable, läuft die Wirkung Pfeil für Pfeil weiter, und jede berührte Größe zeigt, ob sie steigt oder sinkt. Führen zwei gleich lange Wege in verschiedene Richtungen, steht dort ein Fragezeichen. Für die Fragen im Workshop reicht das meistens. Wer Mengen und Zeitverläufe simulieren will, braucht ein Modellierwerkzeug.

Kann ich die Karte in Kumu weiterbearbeiten?

Der Export schreibt eine JSON-Datei mit Elementen und Verbindungen im Aufbau, den Kumu beim Import erwartet. Selbst ausprobiert haben wir den Import in Kumu noch nicht. Die beiden CSV-Dateien für Variablen und Wirkungen öffnet jede Tabellenkalkulation.

Was kostet der System Mapper?

Er steckt im Whiteboard, dafür braucht es ein Konto. Wie viele Whiteboards du speicherst und wie viele Leute gleichzeitig mitzeichnen, hängt an der Stufe; das steht auf der Preisseite.

Fang mit der Beispielkarte an.

Eine fertige Karte über Druck im Team, mit einer verstärkenden und einer ausgleichenden Schleife und einem Hebel. Der System Mapper ist gleich offen, du kannst sofort umbauen.

von Tools for Tomorrow · Server in Deutschland — offengelegt