Die Karte liest mit
Jeder geschlossene Kreis wird gefunden und gefärbt, mit R für verstärkend und B für ausgleichend. Die Marken landen als Text auf dem Whiteboard und lassen sich verschieben oder löschen.
System Mapper
Du zeichnest Variablen und Pfeile mit Plus oder Minus, der System Mapper liest mit. Er findet die Schleifen, schreibt R oder B dran, zeigt die Variablen mit dem größten Hebel und spielt durch, was passiert, wenn eine Größe steigt. Alles auf demselben Whiteboard, mit mehreren Leuten gleichzeitig und auf Deutsch.
Teilnehmendenlisten gehören nicht ins Silicon Valley.
Server in DeutschlandAnwendung, Datenbank, EchtzeitAVV nach Art. 28 DSGVOfür Schulen, Hochschulen und BehördenExport jederzeitCSV, JSON und Whiteboard-BildJeder geschlossene Kreis wird gefunden und gefärbt, mit R für verstärkend und B für ausgleichend. Die Marken landen als Text auf dem Whiteboard und lassen sich verschieben oder löschen.
Variablen, die viel bewegen und selbst kaum bewegt werden, bekommen einen Ring. Wähle eine Variable, lass sie steigen, und jede berührte Größe zeigt einen Pfeil nach oben oder unten.
Die Variablen stehen als Tabelle im Panel, mit Ein- und Ausgängen. Raus geht es als CSV, als JSON im Aufbau von Kumu und als Bild oder PDF des Whiteboards.
Was drinsteckt
Für wen das ist
Für alle, die mit Gruppen an zähen Fragen arbeiten und die Karte danach weiterpflegen: im Workshop, in der Strategie-Runde, in der Lehre. Die Abläufe dafür liegen auf der Seite Systems Thinking.
Im Vergleich
Die bekannten Toolkits für System Mapping sind Miro-Vorlagen auf Englisch: Felder, Klebezettel, Leitfragen. Die Fläche darunter weiß nicht, was eine Schleife ist, gezählt wird von Hand. Kumu rechnet mit Netzwerken, ist aber ein eigenes Werkzeug auf Englisch, getrennt vom Workshop. Hier liegt der System Mapper im selben Whiteboard, auf dem ihr den Workshop durchführt, und er liest die Karte beim Zeichnen.
| Merkmal | Facilitools | Miro-Vorlage für System Mapping |
|---|---|---|
| Schleifen finden | Auf Knopfdruck, mit R und B | Von Hand zählen |
| Hebel | Rangliste aus Ein- und Ausgängen | Von Hand |
| Was wäre, wenn | Folgen einer Variable auf der Karte | Im Kopf durchspielen |
| Sprache | Deutsch | Toolkits meist Englisch |
| Hosting | Deutschland, AVV nach Art. 28 DSGVO | Miro: USA und EU je nach Tarif |
Verglichen wird das Werkzeug unter der Karte. Die Toolkits und Kurse zu System Mapping sind gutes Lehrmaterial, das ersetzen wir nicht.
Ob ein Kreis verstärkt oder ausgleicht, hängt an den Minus-Pfeilen darin. Eine gerade Zahl, auch null, heißt verstärkend: Mehr Druck bringt mehr Überstunden, mehr Erschöpfung, mehr Fehler und am Ende wieder mehr Druck. Eine ungerade Zahl heißt ausgleichend, das System bremst sich selbst. Ein falsch gesetztes Minus dreht die Lesart der ganzen Schleife. Deshalb meldet der System Mapper jeden Pfeil ohne Vorzeichen.
Eine Variable mit vielen Ausgängen bewegt viel. Das macht sie zum Kandidaten für einen Eingriff. Ob sich dort etwas ändern lässt, wie lange es dauert und wer es tun kann, weiß die Gruppe. Die Methode Hebelpunkte sortiert die Ideen danach, wie tief sie ins System greifen.
Eine Karte mit dreißig Variablen versteht nach dem Workshop niemand, der nicht dabei war. Hilfreich ist ein Absatz je Schleife: was sich aufschaukelt, was bremst, wo der Hebel sitzt. Der System Mapper schreibt dafür einen Rohtext, den die Gruppe überarbeitet und ins Protokoll legt.
Eine Systemkarte zeichnen: die Größen eines Problems als Variablen, ihre Wirkungen als Pfeile mit Plus oder Minus. Aus den Kreisen darin lässt sich lesen, warum sich ein Problem hält und wo ein Eingriff etwas bewegt. Das Vorgehen kommt aus der System Dynamics der 1960er-Jahre und ist heute Allgemeingut.
R steht für eine verstärkende Schleife (reinforcing): Die Wirkung kommt verstärkt am Anfang an, das System schaukelt sich auf. B steht für eine ausgleichende Schleife (balancing): Die Wirkung kommt gedreht zurück, das System pendelt sich ein. Der System Mapper zählt dafür die Minus-Pfeile im Kreis. Bei einer geraden Zahl ist es R, bei einer ungeraden B.
Er zählt je Variable, wie viele Pfeile hinausgehen und wie viele hineinkommen. Wer viel bewegt und selbst kaum bewegt wird, steht oben. Das ist ein Hinweis zum Weiterdenken. Ob ein Eingriff dort machbar ist, entscheidet die Gruppe; zum Einordnen der Eingriffe gibt es die Methode Hebelpunkte.
Es folgt den Vorzeichen. Steigt eine Variable, läuft die Wirkung Pfeil für Pfeil weiter, und jede berührte Größe zeigt, ob sie steigt oder sinkt. Führen zwei gleich lange Wege in verschiedene Richtungen, steht dort ein Fragezeichen. Für die Fragen im Workshop reicht das meistens. Wer Mengen und Zeitverläufe simulieren will, braucht ein Modellierwerkzeug.
Der Export schreibt eine JSON-Datei mit Elementen und Verbindungen im Aufbau, den Kumu beim Import erwartet. Selbst ausprobiert haben wir den Import in Kumu noch nicht. Die beiden CSV-Dateien für Variablen und Wirkungen öffnet jede Tabellenkalkulation.
Er steckt im Whiteboard, dafür braucht es ein Konto. Wie viele Whiteboards du speicherst und wie viele Leute gleichzeitig mitzeichnen, hängt an der Stufe; das steht auf der Preisseite.
Gehört mit dazu
Alles in einem Konto, alles auf Servern in Deutschland — wo genau und mit wem, steht offen im Netz. Du musst nichts davon nutzen — es liegt einfach bereit, wenn du es brauchst.
Eine fertige Karte über Druck im Team, mit einer verstärkenden und einer ausgleichenden Schleife und einem Hebel. Der System Mapper ist gleich offen, du kannst sofort umbauen.