Systems Thinking

Systemkarten zeichnen, auf Deutsch und im eigenen Whiteboard.

Für Strategie-Werkstätten, Organisationsentwicklung, Lehre und alle, die ein zähes Problem als System verstehen wollen. Zwei Abläufe liegen fertig bereit: 90 Minuten für Grenze, Eisberg, erste Kausalschleife und einen Hebel, ein halber Tag für die ganze Karte mit Akteuren und Archetypen. Die Methoden dazu haben Timing, Material und Stolperfallen, und die Karte entsteht auf dem Whiteboard, das hier im Haus steht.

Ausprobieren ohne Konto · Export als PDF, Word und Excel

3Stufen der Treppe mit fertigem Ablauf
5Schritte, die jede Systemkarte durchläuft
24Methoden im Koffer für Systemkarten
18Whiteboard-Vorlagen für Systemkarten, eine davon fertig ausgefüllt

Klein anfangen geht sofort

90 Minuten, alle fünf Schritte des Mappings an einer echten Frage der Gruppe. Der Ablauf ist getimt, jeder Block öffnet seine Methode mit Anleitung, Material und Stolperfallen.

Methoden für Systemkarten

Systemgrenze ziehen, Eisberg-Modell, Akteurslandkarte, Variablen clustern, Kausalschleifen-Diagramm, Archetypen-Check, Systemgeschichte und Hebelpunkte. Dazu Wirkungsnetz und Futures Wheel aus dem Koffer.

Die Karte bleibt im Haus

Vorlagen legen Eisberg, Kausalschleife und Akteurslandkarte hin, eine Beispielkarte ist schon ausgefüllt. Wirkungen sind Verbinder mit Plus oder Minus, der System Mapper findet darin Schleifen und Hebel, und mehrere Leute zeichnen gleichzeitig.

Die Größen-Treppe

Vom Schnupperformat bis zur Begleitung über Monate

Jede fertige Stufe ist ein Ablauf, den du öffnen und umbauen kannst. Eine Systemkarte wird selten an einem Nachmittag fertig; bei den offenen Stufen steht dabei, welche Teile heute schon laufen und was noch fehlt.

  1. Schnuppern90 MinutenEinmal durch alle Schritte an einer echten Frage der Gruppe: Grenze ziehen, das Eisberg-Modell, eine erste Kausalschleife mit Plus und Minus, zum Schluss ein Hebel für die nächste Woche. Die Karte entsteht auf dem Whiteboard und bleibt dort.Plan-Engine + WhiteboardAblauf öffnen →
  2. Halber Tag4 StundenVom Thema zur Systemkarte: Grenze, Akteure und Eisberg, dann die Größen ordnen und die Schleifen auf dem Whiteboard zeichnen. Nach der Pause wird die Karte gelesen, mit Archetypen und als Geschichte in Worten, am Ende stehen zwei Hebel mit Datum. Ein Drehbuch je Block folgt.Plan-Engine + Whiteboard + Regie-PultAblauf öffnen →
  3. Werkstatt2 TageZwei Tage für ein Problem, das sich nicht lösen lässt. Tag 1: Lagebild, Verläufe, Akteure, Eisberg, dann die Karte mit ihren Schleifen. Tag 2: Bestände und Flüsse, Archetypen, die Geschichte der Karte, die Frage, wer am Tisch fehlt, drei Horizonte und zwei Hebel mit Datum. Ein Drehbuch je Block folgt.Plan-Engine + Whiteboard + Regie-PultAblauf öffnen →
  4. Mapping-Sprint5 TageEine Woche für ein Team: Betroffene befragen, Karte bauen, mit ihnen prüfen, Hebel bewerten. Tagesabläufe und ein Kanban-Board für Interviews und Aufgaben laufen heute schon einzeln, das Wochengerüst fehlt noch.Plan-Engine + Whiteboard + Kanbanin Arbeit
  5. Systemische BegleitungWochen bis MonateEine Systemkarte wird über Monate gepflegt: neues Wissen kommt dazu, Hebel werden ausprobiert, die Karte zeigt, was sich bewegt hat. Whiteboard, Kanban-Board, Seminar Desk und Talk stehen dafür bereit, die Sicht über alle Termine und Versionen hinweg steht auf dem Bauplan.Whiteboard + Kanban + Seminar Desk + Talkin Arbeit

Was drinsteckt

Was für Systems-Thinking-Workshops bereitliegt

  • Abläufe für 90 Minuten und einen halben TagGetimt, jeder Block mit seiner Methode verknüpft. Werkstatt und Mapping-Sprint folgen.
  • Zu jedem Schritt eine MethodeSystemgrenze, Eisberg-Modell, Akteurslandkarte, Variablen clustern, Kausalschleifen-Diagramm, Archetypen-Check, Systemgeschichte, Hebelpunkte.
  • Whiteboard-Vorlagen und eine BeispielkarteEisberg, Kausalschleife und Akteurslandkarte als Raster, dazu eine fertig ausgefüllte Karte mit zwei Schleifen und einem Hebel.
  • Mehrere Leute an einer KarteEchtzeit auf dem Whiteboard, Kommentare am Element, Gastzugang per Link.
  • Herkunft mit QuellenWo eine Methode einen Ursprung hat, steht er dabei: Forrester, Meadows, Senge. Mit Links, mit Prüfdatum.
  • Export ohne UmwegAblauf als PDF, Word und Excel, Whiteboard als Bild und PDF. Miro-Boards lassen sich importieren.

Die fünf Schritte

Die Bibliothek kennt die fünf Schritte einer Systemkarte.

Rahmen, Sehen, Verbinden, Verstehen, Hebeln. Zu jedem Schritt liegt hier mindestens eine Methode mit Zeiten, Material und Stolperfallen. Das Eisberg-Modell sieht und versteht zugleich und steht deshalb auf zwei Karten.

  1. RahmenWorum geht es, und was gehört nicht dazu?Leitfrage, Systemgrenze, Zeitraum und Sichtweise festlegen. Ohne Rahmen wird jede Karte uferlos.4 Methoden im KofferSystemgrenze ziehenDesign Challenge formulierenGrenz-KritikRich Picture zeichnen
  2. SehenWas passiert, wer ist beteiligt, welches Muster wiederholt sich?Ereignisse, Verläufe über die Zeit und Akteure sammeln. Beobachten, bevor jemand erklärt.10 Methoden im KofferEisberg-ModellAkteurslandkarteStakeholder-Map5-Whyalle 10 →
  3. VerbindenWas wirkt auf was, und wo schließt sich der Kreis?Variablen benennen, Wirkungen mit Vorzeichen ziehen, Schleifen finden. Hier entsteht die eigentliche Karte.8 Methoden im KofferVariablen-Ernte aus InterviewsÖkosystem-KarteKausalschleifen-DiagrammWirkungsnetzalle 8 →
  4. VerstehenWelche Struktur erzeugt das Verhalten, und welche Annahmen halten sie?Wiederkehrende Muster erkennen, Strukturen und mentale Modelle benennen. Aus der Karte wird eine Erklärung.7 Methoden im KofferEisberg-Modell5-WhyVerhaltensverlauf zeichnenBestand und Flussalle 7 →
  5. HebelnWo bewegt ein Eingriff am meisten?Hebelpunkte finden, Eingriffe nach Tiefe sortieren, Folgen durchdenken und den ersten Schritt festlegen.6 Methoden im KofferWirkungsnetzNetzwerk-AnalyseHebelpunkte findenDrei Horizontealle 6 →

Alle Methoden ansehen

So geht’s

  1. Ablauf öffnen und die Frage der Gruppe eintragen.
  2. Auf dem Whiteboard die Vorlage „Kausalschleife“ setzen, Variablen benennen, Pfeile ziehen.
  3. Schleifen benennen, einen Hebel wählen, Karte exportieren oder mit dem Team weiterpflegen.
90-Minuten-Ablauf öffnen

Für wen das ist

  • Organisationsentwicklung
  • Strategie-Teams
  • Lehrende & Dozierende
  • Beratung
  • Kommunen & Verwaltung
  • Stiftungen & NGOs
  • Nachhaltigkeits-Teams
  • Trainer:innen & Facilitator

Wer ein Problem als System verstehen will, arbeitet selten allein und selten nur einen Nachmittag. Anfangen lässt sich hier mit 90 Minuten; das Whiteboard für die Karte, Kanban-Boards für die Eingriffe und Seminar Desk für die Termine liegen im selben Konto.

Im Vergleich

Wo die Arbeit an Systemkarten heute liegt

Die guten Toolkits für System Mapping kommen aus Deutschland und England, sind aber auf Englisch geschrieben und als Miro-Vorlage gebaut. Wer damit arbeitet, braucht einen Miro-Zugang, übersetzt für die Gruppe und plant den Workshop trotzdem woanders. Hier liegen Ablauf, Methoden und Whiteboard in einem Konto, auf Deutsch. Was noch fehlt, schreiben wir dazu.

MerkmalFacilitoolsMiro-Vorlage plus englischer Kurs
SpracheDeutsch, Methoden und VorlagenEnglisch
AblaufGetimte Vorlage, Blöcke mit Methode verknüpftKursmaterial, Ablauf selbst gebaut
KarteEigenes Whiteboard mit Vorlagen, Echtzeit, ExportMiro-Vorlage, Miro-Konto nötig
Schleifen und Hebel findenAuf Knopfdruck im System MapperVon Hand
HostingDeutschland, AVV nach Art. 28 DSGVOMiro: USA und EU je nach Tarif

Verglichen wird das Werkzeug. Die Kurse der System Mapping Academy und die Guides von Systems Innovation sind gutes Lehrmaterial, das ersetzen wir nicht; wir bauen das Werkzeug daneben.

Systemkarten im Workshop: was bei der Planung zählt

Erst die Grenze, dann die Karte

Die häufigste Panne bei Systemkarten ist eine Karte ohne Rand. Nach einer Stunde hängen dreißig Zettel an der Wand, alles hängt mit allem zusammen, und niemand kann sagen, was die Karte erklärt. Deshalb steht am Anfang eine Leitfrage mit Verb und Zeitangabe, und jede Variable muss sich dieser Frage gegenüber rechtfertigen. Was draußen bleibt, wird an den Rand geschrieben, es geht nicht verloren.

Eine Variable kann steigen und sinken

„Mehr Werbung machen“ ist ein Vorhaben. „Werbebudget“ ist eine Variable, sie kann steigen und sinken, und erst dann lässt sich ein Pfeil mit Vorzeichen daran ziehen. Gruppen, die das einmal verstanden haben, zeichnen die Karte in der halben Zeit. Die Methode Kausalschleifen-Diagramm macht das im ersten Schritt zur Regel.

Die Karte lebt nach dem Workshop weiter

Eine Systemkarte ist am Ende des Workshops selten fertig. In den Wochen danach kommen Interviews dazu, ein Hebel wird ausprobiert, eine Annahme kippt. Dafür braucht es einen Ort, an dem die Karte liegt, an dem mehrere Leute daran arbeiten und an dem die Eingriffe als Aufgaben daneben stehen. Whiteboard und Kanban-Board im selben Konto sind dafür gedacht; die Sicht, die Versionen der Karte über Monate zeigt, steht auf dem Bauplan.

Du willst erst nachlesen?

Was Systems Thinking ist, woher Kausalschleifen kommen und was Donella Meadows mit Hebelpunkten meinte, steht als Wissen auf unserer Schwesterseite tomorrow.tools. Hier planst du, dort liest du.

Zum Methodenkatalog auf tomorrow.tools

Häufige Fragen

Was ist eine Systemkarte?

Eine Zeichnung, die zeigt, welche Größen in einem Problem aufeinander wirken: Variablen als Knoten, Wirkungen als Pfeile mit Plus oder Minus, und die Kreise darin als Schleifen, die sich aufschaukeln oder einpendeln. Sie erklärt, warum sich ein Problem hält, obwohl alle daran arbeiten, und wo ein Eingriff etwas bewegt.

Wie lange dauert ein Systems-Thinking-Workshop?

Von 90 Minuten bis zu einer Begleitung über Monate. Als fertiger Ablauf liegen hier 90 Minuten und ein halber Tag für die vollständige Karte bereit. Eine ein- bis zweitägige Werkstatt, ein Mapping-Sprint über fünf Tage und die systemische Begleitung stehen auf dem Bauplan. Die Methoden für alle Größen liegen schon im Koffer.

Brauche ich Miro dafür?

Nein. Das Whiteboard hier hat Formen, Verbinder mit Beschriftung, Rahmen, Echtzeit und Export. Drei Vorlagen legen Eisberg, Kausalschleife und Akteurslandkarte hin. Wer eine Karte aus Miro mitbringt, kann sie importieren.

Was unterscheidet Systems Thinking von Design Thinking?

Design Thinking entwickelt eine Lösung für Menschen mit einem Bedürfnis und prüft sie an ihnen. Systems Thinking fragt zuerst, warum ein Problem immer wieder entsteht, und sucht die Stelle, an der ein Eingriff die Struktur ändert. Beides passt zusammen: erst die Karte, dann die Lösung für den Hebel. Die Welt-Seite zu Design Thinking liegt gleich nebenan.

Für wen ist das?

Für alle, die Gruppen durch komplexe Fragen führen: Organisationsentwickler:innen, Strategie-Teams, Lehrende, Beratung, Kommunen und Stiftungen, Nachhaltigkeits- und Transformationsteams, Trainer:innen und Facilitator.

Kostet das etwas?

Die Abläufe für 90 Minuten und den halben Tag, die Methoden und die Whiteboard-Vorlagen sind kostenlos. Was die Stufen für Whiteboards mit vielen Mitwirkenden bedeuten, steht auf der Preisseite.

Fang mit einem zähen Problem an.

Fünf Schritte, fünf Blöcke, und am Ende hat die Gruppe eine erste Karte mit einer benannten Schleife und einem Hebel. Ohne Konto, sofort im Editor.

von Tools for Tomorrow · Server in Deutschland — offengelegt