Material · Bewerten & Priorisieren

Pre-Mortem: Vorlage zum Ausdrucken

Stellt euch vor, das Vorhaben ist gescheitert. Dann fragt, warum, und baut vor.

Auch bekannt als: Premortem · Prämortem-Analyse · Fehler-Vorwegnahme

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Vorlage Pre-Mortem: Stellt euch vor, das Vorhaben ist gescheitert. Dann fragt, warum, und baut vor. Format A3 quer.
Seite 1 des PDFs: das Blatt. Seite 2 ist die Anleitung, die du unten auch hier liest.
Anlass
Bewerten & Priorisieren
Bauart
Spalten
Format
A3 quer · PDF mit Anleitung
Zeit
20–45 Minuten
Gruppe
3–16 Personen

Wofür

Bevor ein Plan losgeht: Die Gruppe tut so, als wäre er schon gescheitert, und sucht die Gründe. In der Vergangenheitsform fällt es leichter, Bedenken auszusprechen, die man bei „Was könnte schiefgehen?“ für sich behält.

Kurz

  1. Szenario setzen: Es ist gescheitert
  2. Still Gründe sammeln
  3. Gegenmaßnahmen mit Namen
Ausschnitt aus der Vorlage Pre-Mortem mit Titel und den ersten Feldern
Ausschnitt aus dem Blatt.

Was du brauchst

20–45 Minuten, 3–16 Personen. Material: Zettel, Stifte, der Plan, um den es geht.

So geht’s

  1. Den Plan kurz in Erinnerung rufen. Ohne Plan gibt es kein Pre-Mortem.
  2. Das Szenario setzen, in der Vergangenheit: „Ein Jahr später. Das Vorhaben ist krachend gescheitert.“
  3. Zehn Minuten still: Jede Person schreibt Gründe auf, einen pro Zettel.
  4. Reihum je einen Grund vorlesen und links kleben, bis keiner mehr kommt. Noch nicht diskutieren.
  5. Gemeinsam die drei bis fünf Gründe wählen, die am wahrscheinlichsten oder am teuersten sind, und in die Mitte holen.
  6. Für jeden eine Gegenmaßnahme festlegen, mit Person und Datum.

Die Felder

Warum ging es schief?
Still aufschreiben, ein Grund pro Zettel.
Was davon droht wirklich?
Die drei bis fünf wahrscheinlichsten oder teuersten Gründe.
Was tun wir jetzt dagegen?
Je Grund eine Gegenmaßnahme, mit Person und Datum.

Tipps

  • Die Vergangenheitsform ist der Trick. Wer „Es ist gescheitert, weil …“ sagt, spricht aus, was sonst ungesagt bleibt.
  • Die stille Phase nicht abkürzen. Dort kommen die unbequemen Gründe.
  • Gründe sammeln und nichts tun ist Schwarzmalerei. Erst mit der rechten Spalte wird daraus ein Plan.

Nach Gary Klein (2007).

Die Methode dazu

  • Pre-Mortem: Gedankensprung ins gescheiterte Projekt: „Es ist krachend schiefgegangen — warum?“ Macht Risiken aussprechbar, bevor sie eintreten (Gary Klein, 2007).

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