Erster Schritt (Pilot in the Plane)

Jede Person legt eine Handlung fest, die diese Woche passiert: mit vorhandenen Mitteln, innerhalb des leistbaren Einsatzes, mit einem echten Menschen. Laut vorgelesen wird daraus eine Verabredung.

Auch bekannt als Pilot in the Plane, Pilot im Flugzeug, Kleinster nächster Schritt, Sofort-Start.

Dauer
10–25 Min
Gruppe
ab 1 Personen
Anlass
Strategie & Zukunft, Entscheidung herbeiführen, Auftakt & Teamstart

Wann Erster Schritt passt

Nimm sie, wenn …

  • Am Ende eines Workshops: Jede Person soll mit einer konkreten Handlung für diese Woche nach Hause gehen.
  • Ein Vorhaben ist groß und vage, und niemand weiß, womit es morgen weitergeht.
  • Nach Mittel-Inventur oder Leistbarem Einsatz soll aus dem Gesammelten eine Verabredung werden.

Lass sie liegen, wenn …

  • Ein Team braucht einen gemeinsamen Maßnahmenplan mit verteilten Aufgaben. Dann ist das Action-Board (Wer / Was / Bis wann) übersichtlicher, Erster Schritt ist auf die einzelne Person zugeschnitten.
  • Es ist noch offen, was die Person überhaupt antreibt. Dann zuerst den Handlungsanlass klären, sonst wird der Schritt beliebig.

Schritt für Schritt

Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.

25 Minuten für 8 Personen
  1. 1
    Die Frage stellen: Was davon liegt in deiner Hand?5 Min

    Mit einem eigenen kleinen Beispiel anfangen. Dann still notieren, was am Vorhaben nur von dir abhängt.

  2. 2
    Fünf Felder still ausfüllen10 Min

    Was genau (eine Handlung), mit wem (ein Name aus dem inneren Ring), bis wann (ein Wochentag), womit (nur Mittel, die schon da sind), woran merke ich Bewegung.

  3. 3
    Zu zweit prüfen und kleiner schneiden5 Min

    Geht das mit dem, was schon da ist? Liegt es innerhalb des leistbaren Einsatzes? Wo die Antwort nein ist, wird der Schritt kleiner.

  4. 4
    Reihum laut vorlesen5 Min

    Ein Satz je Person, mit Name und Wochentag. Kommentiert wird nicht.

Was du sagst

Füllt die fünf Felder: Was machst du diese Woche, mit wem, mit welchen Mitteln? Prüft es zu zweit und macht es kleiner, wenn es zu groß ist. Am Ende liest jede Person ihren Schritt laut vor.

Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".

Woran es in der Praxis hakt

  • Da steht ein Vorhaben („Website bauen“). Ein erster Schritt ist ein Verb mit Objekt: anrufen, hinfahren, fragen, aufbauen.
  • „Bis wann“ heißt „nächsten Monat“. Ein Wochentag macht es verbindlich, ein Monat verschiebt es.
  • Der Schritt hängt an etwas, das man nicht in der Hand hat: eine Förderzusage, eine Antwort von oben. Dann kleiner schneiden, bis nur noch eigenes Handeln übrig ist.
  • Vorlesen wird übersprungen, weil die Zeit knapp ist. Lieber die Prüfung zu zweit kürzen, das Vorlesen macht aus der Notiz eine Zusage.

Häufige Fragen

Was bedeutet Pilot in the Plane?

Ein Prinzip aus der Effectuation: Du steuerst dein Vorhaben selbst und wartest nicht auf Bedingungen, die du nicht in der Hand hast. In der Methode Erster Schritt wird daraus eine Handlung für diese Woche, mit vorhandenen Mitteln und einem echten Menschen.

Wie formuliert man einen guten ersten Schritt?

Als Verb mit Objekt: anrufen, hinfahren, fragen, aufbauen. Dazu kommen ein Name, ein Wochentag und nur Mittel, die schon da sind. Hängt der Schritt an einer fremden Zusage, schneidest du ihn kleiner, bis nur eigenes Handeln übrig ist.

Wie lange dauert die Methode Erster Schritt?

10 bis 25 Minuten, je nach Gruppengröße: still ausfüllen, zu zweit prüfen, reihum vorlesen. Lass das Vorlesen auch bei knapper Zeit drin. Erst dadurch wird aus der Notiz eine Zusage.

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In Effectuation steht Erster Schritt für das Prinzip Pilot in the Plane („Selbst steuern“): Effectuation bei Facilitools. Alle Methoden in der Bibliothek.