Vorlagen · Problem lösen
Effectuation schnuppern (90 Minuten)
Die fünf Effectuation-Prinzipien in 90 Minuten, jedes einmal am eigenen Vorhaben ausprobiert: Mittel-Inventur (wer bin ich, was weiß ich, wen kenne ich), leistbarer Einsatz, Partner-Radar, eine Zitronen-Runde für Pannen und Absagen, zum Schluss ein erster Schritt mit Datum. Ohne Impulsvortrag und ohne Pause. Passt als Einstieg, als erste Sitzung eines Gründungsseminars oder als Kostprobe vor einem längeren Format.
Dafür brauchst du ein Konto. Kostet nichts, dauert eine Minute.
01:30 h
AnkommenHauptarbeitAbschluss
Der Ablauf, Block für Block
Zusammen 1:30 h · Pausen sind mitgerechnet. Beim Übernehmen rechnen sich die Zeiten neu, wenn du Dauer oder Gruppengröße änderst.
Ankommen
- 10′Check-in — Check-in-RundeJede Person nennt ihr Vorhaben in einem Satz, so vage es sein darf. Wer keins hat, sagt, worüber sie gerade öfter nachdenkt.
Hauptarbeit
- 20′Was habe ich schon? — Mittel-Inventur (Bird in Hand)Wer bin ich, was weiß ich, wen kenne ich? Kurz still notieren, dann fragt die Nachbarin nach. Am Ende stehen drei Richtungen, die sich aus diesen Mitteln ergeben könnten. Eine davon nimmt jede Person weiter.
- 15′Was setze ich ein? — Leistbarer Einsatz (Affordable Loss)Für die gewählte Richtung: Wie viel Geld, Zeit, Ansehen und Beziehungen setze ich höchstens ein? Die Grenze wird als ein Satz aufgeschrieben und zu zweit auf Ehrlichkeit geprüft.
- 20′Wer macht mit? — Partner-Radar (Crazy Quilt)Namen aus der Spalte „Wen ich kenne“ in drei Ringe sortieren: sofort dabei, wenn gut erklärt, weit weg. Zu jedem Namen: Was würde die Person einbringen? Im inneren Ring steht am Ende mindestens ein Name.
- 15′Was mache ich aus der Panne? — Zitronen-Runde (Lemonade)Jede Person bringt eine Absage, einen geplatzten Termin oder eine falsche Annahme aus dem Vorhaben mit. Die Kleingruppe sammelt, was sich daraus machen ließe. Eine Idee geht in den ersten Schritt.
Abschluss
- 10′Erster Schritt — Action-BoardDer kleinste Schritt, der mit den eigenen Mitteln geht, innerhalb der Grenze bleibt und einen Namen aus dem inneren Ring enthält. Mit Datum an die Wand, reihum laut vorgelesen.
Woher der Ansatz kommt
Die Prinzipien stammen von Saras D. Sarasvathy, die deutschsprachige Werkzeugform von Michael Faschingbauer, René Mauer und der Effectuation-Community; die Bögen und Abläufe hier sind unsere Fassung davon. Danke dafür. effectuation.at ansehen ↗
Passt dazu
- Innovations-Werkstatt mit Makerbox — 4 h, 7 Blöcke
- Design-Thinking-Sprint kompakt (halber Tag) — 4 h, 12 Blöcke
- Effectuation: Mittel-Inventur & erster Schritt — 2 h, 7 Blöcke