Mittel-Inventur (Bird in Hand)

Der Blick auf das, was schon da ist: Wer bin ich, was weiß ich, wen kenne ich? Aus der Inventur wird abgeleitet, was als Nächstes möglich ist.

Auch bekannt als Bird in Hand, Mittelorientierung, Wer bin ich, was weiß ich, wen kenne ich, Means Inventory.

Dauer
20–45 Min
Gruppe
2–30 Personen
Anlass
Auftakt & Teamstart, Strategie & Zukunft, Lehre, Seminar & Vortrag

Wann Mittel-Inventur passt

Nimm sie, wenn …

  • Jemand will etwas Neues starten und weiß noch nicht genau, was.
  • Ein Team sucht nach Möglichkeiten und schaut bisher nur auf das, was fehlt.
  • Zu Beginn eines Effectuation-Workshops, als Grundlage für Partner-Radar und Leistbaren Einsatz.

Lass sie liegen, wenn …

  • Das Ziel steht fest, und es geht um den Weg dorthin. Dann hilft ein Action-Board mit Wer, Was und Bis wann.
  • Die Gruppe soll Ideen für ein bekanntes Problem finden. Dafür ist Brainwriting 6-3-5 das bessere Werkzeug.

Schritt für Schritt

Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.

30 Minuten für 8 Personen
  1. 1
    Die drei Fragen und den Bogen erklären5 Min

    Wer bin ich (Neigungen, Werte), was weiß ich (Ausbildung, Erfahrung, nebenbei Gelerntes), wen kenne ich (Namen).

  2. 2
    Still befüllen, eine Sache pro Haftnotiz10 Min
  3. 3
    Interview zu zweit: A fragt B, dann Wechsel10 Min

    Nur fragen und notieren, beraten kommt später.

  4. 4
    Was könnte daraus werden? Drei mögliche Ergebnisse notieren5 Min

    Kein Ziel festlegen. Drei Richtungen, die aus den eigenen Mitteln denkbar sind.

Was du sagst

Drei Fragen: Wer bist du, was weißt du, wen kennst du? Schreibt still eine Sache pro Zettel. Danach interviewt ihr euch zu zweit und findet noch mehr.

Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".

Woran es in der Praxis hakt

  • Die Inventur wird zum Wunschbild. Es zählt, was heute da ist; was jemand gern könnte, kommt auf ein anderes Blatt.
  • Zu bescheiden über sich selbst. Deshalb das Interview zu zweit: Die andere Person fragt nach, wofür man um Hilfe gebeten wird.
  • Die dritte Spalte bleibt dünn. Namen zählen, keine Rollen; unter fünfzehn Namen ist die Liste noch nicht fertig.

Häufige Fragen

Was bedeutet Bird in Hand in Effectuation?

Bird in Hand ist das Prinzip, bei den eigenen Mitteln anzufangen. Du fragst: Wer bin ich, was weiß ich, wen kenne ich? Aus dieser Inventur leitest du ab, was als Nächstes möglich ist.

Wie macht man eine Mittel-Inventur?

Erst befüllt jede Person still die drei Fragen, eine Sache pro Haftnotiz. Dann interviewen sich zwei gegenseitig und fragen nach, wofür man um Hilfe gebeten wird. Zum Schluss notierst du drei Richtungen, die aus den eigenen Mitteln denkbar sind.

Wie viele Namen gehören in die Spalte „Wen kenne ich“?

Mindestens fünfzehn. Es zählen konkrete Namen; eine Rolle wie „jemand bei der Stadt“ reicht nicht. Die Liste ist später die Grundlage für das Partner-Radar.

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In Effectuation steht Mittel-Inventur für das Prinzip Bird in Hand („Mit dem anfangen, was da ist“): Effectuation bei Facilitools. Alle Methoden in der Bibliothek.