Papierprototyp oder Mock-up?
Ein Papierprototyp macht jede Art von Idee mit Papier, Stift und Schere greifbar, auch Abläufe und Dienstleistungen. Ein Mock-up zeigt die Oberfläche einer digitalen Idee, gezeichnet oder klickbar. Für den ersten Test reicht fast immer Papier.
Nebeneinander
| Merkmal | Papierprototyping | Mock-up bauen (Screen-Dummy) |
|---|---|---|
| Dauer | 45–90 Minuten | 45–120 Minuten |
| Personen | 2–20 | 2–12 |
| Schritt im Workshop | Prototypen & Testen | Prototypen & Testen |
| Für | Produkte, Abläufe, Räume, Bildschirme | Bildschirme und Apps |
| Testfrage | Wird die Idee verstanden und gebraucht? | Findet man sich auf der Oberfläche zurecht? |
| Material | Papier in mehreren Größen, dicke Stifte | Screen-Vorlagen (Papier-Frames oder Mock-up-Tool), die Kern-Interaktion als Testfrage (Voraussetzung) |
Wann welche?
Papierprototyping, wenn …
- Eine Idee soll zum ersten Mal in fremde Hände, und es gibt dafür weder Budget noch Zeit.
- Mehrere Ideen konkurrieren, und die Gruppe soll alle anfassen können, bevor sie entscheidet.
Mock-up bauen (Screen-Dummy), wenn …
- Eine digitale Idee steht, und das Feedback bleibt vage, weil niemand die Oberfläche vor Augen hat.
- Ihr wollt testen, ob Menschen einen bestimmten Ablauf am Bildschirm verstehen.
- Zwei Gestaltungsvarianten stehen im Raum und du willst sie nebeneinander zeigen.
Beide nacheinander
Teste die Idee zuerst auf Papier. Besteht sie, baust du die wichtigsten Bildschirme als Mock-up und testest die Bedienung.