Persona oder Empathy Map?
Beide entstehen aus Interviews und Beobachtungen. Die Empathy Map sortiert, was eine Person sagt, denkt, fühlt und tut. Die Persona verdichtet mehrere Gespräche zu einer Figur mit Verhalten, Zielen und Hürden.
Nebeneinander
| Merkmal | Persona | Empathy Map |
|---|---|---|
| Dauer | 45–90 Minuten | 30–60 Minuten |
| Personen | 2–20 | 2–12 |
| Schritt im Workshop | Verstehen & Recherche | Verstehen & Recherche |
| Grundlage | mehrere Gespräche mit erkennbarem Muster | Gespräche mit einer Person |
| Frage | Für wen gestalten wir? | Wie erlebt diese Person ihre Lage? |
| Wann | in der Synthese, vor der Ideenfindung | direkt nach den Interviews |
| Material | Interview-Notizen, Beobachtungsprotokolle und Zitate an der Wand, je Gespräch ein Kürzel, Persona-Bogen pro Kleingruppe (Situation, Verhalten, Ziele, Hürden, Belege) | Empathy-Map-Plakat (Quadranten: Sagt / Denkt / Fühlt / Tut, unten: Schmerzen / Gewinne), Klebezettel |
Wann welche?
Persona, wenn …
- Die Interviews und Beobachtungen sind gelaufen und die Notizen hängen an der Wand. Jetzt wird verdichtet.
- Das Team redet über „den Nutzer“ und meint fünf verschiedene Menschen aus den Gesprächen.
- Vor der Ideation, damit jede Idee eine Adresse hat: Kommt diese Person damit weiter?
Empathy Map, wenn …
- Nach Interviews oder Beobachtungen: Das Wissen über eine Nutzerin liegt verstreut in vielen Notizen.
- Das Team soll ein gemeinsames Bild einer Person bekommen, mit der es gesprochen hat.
- Du suchst die Lücke zwischen dem, was jemand sagt, und dem, was er denkt.
Beide nacheinander
Füll nach jedem Gespräch eine Empathy Map und leg sie nebeneinander. Wo sich Muster wiederholen, entsteht die Persona.