Marktplatz der Macher
Wer ein Vorhaben hat, ruft es aus; wer mitmachen will, schließt sich an. Aus dem Raum entstehen Crews, die mit vorhandenen Mitteln starten.
Auch bekannt als Vorhaben-Markt, Crew-Markt.
- Dauer
- 30–60 Min
- Gruppe
- 8–60 Personen
- Anlass
- Innovation & neue Ideen, Auftakt & Teamstart
Wann Marktplatz der Macher passt
Nimm sie, wenn …
- Viele Leute im Raum haben eigene Ideen und suchen Mitstreiter:innen.
- Zum Abschluss eines Barcamps oder Netzwerktreffens sollen aus Gesprächen echte Vorhaben mit Leuten werden.
- Ein Netzwerk will ins Tun kommen, und niemand soll ein Projekt zugeteilt bekommen.
Lass sie liegen, wenn …
- Die Gruppe will über Themen reden, ein gemeinsames Umsetzen ist gar nicht geplant. Dann passt Open Space (Kurzform) besser, dort entstehen Gesprächsrunden ohne Crew.
- Weniger als acht Personen. Dann gibt es keinen Markt, auf dem man wählen kann; nimm den Partner-Radar (Crazy Quilt) und schaut, wer außerhalb des Raums mitmachen könnte.
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Regeln erklären: Ausrufer:innen und Crew5 Min
- 2Ausrufe, 60 Sekunden je Vorhaben10 Min
Vorhaben, gesuchte Mittel, erster Schritt. Alle Ausrufe an eine Wand.
- 3Marktphase: herumgehen, verhandeln, anschließen5 Min
Einzelgänger:innen aktiv verkuppeln: „Du kennst doch …, das sucht der Tisch da drüben.“
- 4Crews stehen und stellen sich kurz vor10 Min
Zweier-Crews zählen. Ein Vorhaben ohne Crew darf weiterleben.
Was du sagst
Wer ein Vorhaben hat, kommt nach vorn und stellt es in einer Minute vor. Danach geht ihr herum, redet miteinander und schließt euch an, wo ihr mitmachen wollt.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Zu wenige rufen aus. Vorher wissen, wer ein Vorhaben mitbringt, und zwei, drei Leute in der Pause direkt ansprechen.
- Jemand sammelt Crew zum Zuhören. Die Frage an jede Person, die sich anschließt: Was gibst du rein?
- Crews werden zu groß. Ab sieben aufteilen anbieten; zwei kleine Crews schaffen mehr als eine Traube.
Häufige Fragen
Was ist ein Marktplatz der Macher?
Wer ein Vorhaben hat, ruft es in 60 Sekunden aus: worum es geht, welche Mittel fehlen, was der erste Schritt ist. Danach gehen alle herum, verhandeln und schließen sich an. Am Ende stehen Crews, die mit dem anfangen, was sie schon haben.
Was ist der Unterschied zwischen Marktplatz der Macher und Open Space?
Im Open Space bieten Leute Gesprächsrunden zu Themen an. Beim Marktplatz der Macher geht es um Vorhaben, die umgesetzt werden sollen. Jede Person, die sich einer Crew anschließt, sagt, was sie einbringt.
Was passiert mit Vorhaben, die keine Crew finden?
Sie dürfen weiterleben. Manchmal findet sich die Crew später, manchmal startet die Person mit einem kleinen eigenen Schritt. Auch eine Zweier-Crew zählt als Crew.
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In Effectuation steht Marktplatz der Macher für das Prinzip Crazy Quilt („Partner gewinnen“): Effectuation bei Facilitools. Alle Methoden in der Bibliothek.