User Journey oder Service Blueprint?

Die User Journey zeigt, was eine Person Schritt für Schritt erlebt. Der Service Blueprint legt unter jeden dieser Schritte, was dafür hinter den Kulissen passiert: Mitarbeitende, Abläufe, Systeme.

Nebeneinander

MerkmalUser Journey MappingService Blueprint (Kurzformat)
Dauer45–90 Minuten45–90 Minuten
Personen2–163–12
Schritt im WorkshopVerstehen & RechercheAnalysieren & Strukturieren
Sichtdie der Nutzerindie der Organisation dahinter
Zeilentun, denken, fühlen, SchmerzpunkteKundenaktion, Bühne, Backstage, Systeme
FindetSchmerzpunkte im ErlebenUrsachen im Betrieb
MaterialLange Fläche (Packpapier/Whiteboard), Klebezettel in 2–3 FarbenJourney-Schritte als oberste Zeile (Voraussetzung!), Zeilen-Plakat: Kundenaktion / Bühne (sichtbar) / Backstage (unsichtbar) / Systeme

Wann welche?

User Journey Mapping, wenn …

  • Ein Erlebnis hat viele Schritte und mehrere Stellen, an denen es hakt, und das Team sieht immer nur seinen eigenen Abschnitt.
  • Nach Interviews oder Beobachtungen: Die Eindrücke sollen in eine Reihenfolge.
  • Ein Service soll neu gedacht werden und du brauchst erst das Bild vom Ist-Zustand.

Service Blueprint (Kurzformat), wenn …

  • Kundinnen beschweren sich über Wartezeiten, und niemand weiß, wo intern die Übergabe hakt.
  • Eine User Journey liegt vor, und du willst sehen, welche Arbeit hinter jedem Schritt steckt.
  • Mehrere Abteilungen sind an einem Service beteiligt und kennen jeweils nur ihren eigenen Teil.

Beide nacheinander

Der Blueprint baut auf der Journey auf: erst die Reise aus Kundensicht, darunter die Zeilen für Bühne, Backstage und Systeme.

Weitere Vergleiche