Entscheidungsmatrix (gewichtete Kriterien)
Optionen gegen gewichtete Kriterien bewerten — trennt Bauchgefühl von Fakten und macht die Abwägung für alle sichtbar.
Auch bekannt als Nutzwertanalyse, Bewertungsmatrix, Scoring-Modell.
- Dauer
- 30–90 Min
- Gruppe
- 2–12 Personen
- Anlass
- Entscheidung herbeiführen, Strategie & Zukunft
Wann Entscheidungsmatrix passt
Nimm sie, wenn …
- Mehrere Optionen liegen auf dem Tisch und die Diskussion springt zwischen Bauchgefühl und Argumenten hin und her.
- Eine Auswahl muss später gegenüber anderen begründet werden, etwa bei einer Anschaffung oder Vergabe.
- Im Team gewichten die Leute Kriterien unterschiedlich und das soll sichtbar werden.
Lass sie liegen, wenn …
- Viele grobe Ideen sollen schnell vorsortiert werden. Für jede eine Matrix zu füllen dauert zu lange; nimm die 2×2-Matrix.
- Es gibt nur einen Vorschlag und die Frage ist, ob alle damit leben können. Dann passt die Konsent-Entscheidung.
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Kriterien sammeln & auf 4–6 eindampfen10 Min
Muss-Kriterien trennen von Nice-to-have.
- 2Gewichte verteilen5 Min
Zum Beispiel 10 Punkte gemeinsam auf die Kriterien verteilen.
- 3Optionen bewerten (Skala 1–5 je Kriterium)5 Min
Erst still bewerten, dann Abweichungen besprechen.
- 4Summen lesen & Entscheidung diskutieren10 Min
Starke Teilwerte verschiedener Optionen lassen sich kombinieren.
Was du sagst
Bevor wir entscheiden, sammeln wir die Kriterien, auf die es uns ankommt, und gewichten sie. Dann bewertet ihr jede Option von eins bis fünf. Die Summe ist eine Diskussionsgrundlage, entscheiden tun wir danach.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Skalen konsistent polen: hoher Wert = wünschenswert. Sonst rechnet die Matrix Unsinn zusammen.
- Bei stark abweichenden Bewertungen kurz klären, woher der Unterschied kommt. Ein Mittelwert verdeckt genau die interessante Information.
- Das Ergebnis ist eine Diskussionsgrundlage. Wer der Zahl blind folgt, hat die Methode missverstanden.
Häufige Fragen
Was ist eine Entscheidungsmatrix?
Eine Tabelle mit Optionen in den Zeilen und gewichteten Kriterien in den Spalten. Jede Option wird je Kriterium bewertet, die gewichteten Werte ergeben eine Summe. Die Abwägung wird so für alle sichtbar.
Was ist der Unterschied zwischen Entscheidungsmatrix und Nutzwertanalyse?
Im Workshop meinen beide dasselbe Vorgehen: Optionen werden gegen gewichtete Kriterien bewertet und die Werte aufsummiert. Für die Kurzform reichen vier bis sechs Kriterien und eine Skala von 1 bis 5.
Wie gewichtet man Kriterien in einer Entscheidungsmatrix?
Die Gruppe verteilt gemeinsam zum Beispiel 10 Punkte auf die Kriterien. Vorher trennt ihr Muss-Kriterien von Nice-to-have. Achte darauf, dass ein hoher Wert überall wünschenswert bedeutet, sonst rechnet die Matrix Unsinn zusammen.