How-Wow-Now-Matrix
Ideen nach Originalität und Machbarkeit sortieren: Now = sofort machbar, Wow = originell UND machbar (Jackpot), How = stark, aber noch nicht umsetzbar.
Auch bekannt als Now How Wow, How-Wow-Now.
- Dauer
- 20–40 Min
- Gruppe
- 2–16 Personen
- Phase
- Ideen finden
- Anlass
- Entscheidung herbeiführen, Innovation & neue Ideen
Wann How-Wow-Now-Matrix passt
Nimm sie, wenn …
- Nach einem Brainstorming hängen viele Ideen an der Wand und das Team will sehen, welche originell und machbar sind.
- Ihr braucht eine Mischung aus schnellen Umsetzungen und mutigeren Wetten.
- Die Diskussion über Ideen dreht sich nur noch um Machbarkeit und die Originalität geht unter.
Lass sie liegen, wenn …
- Es liegen noch keine Ideen vor. Die Matrix sortiert nur; sammelt vorher mit Brainwriting 6-3-5 oder Crazy 8s.
- Ihr wollt nach Aufwand und Wirkung priorisieren. Dann passt die 2×2-Matrix mit genau diesen Achsen.
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Matrix aufziehen & Quadranten erklären5 Min
X-Achse Machbarkeit, Y-Achse Originalität. Now (machbar, normal) · Wow (machbar, originell) · How (originell, noch nicht machbar).
- 2Ideen gemeinsam einsortieren15 Min
Relativ zueinander platzieren, zügig — Umsortieren ist ausdrücklich erlaubt.
- 3Quadranten auswerten & nächste Schritte10 Min
Wow-Ideen zuerst anpacken, Now-Ideen einplanen, für How-Ideen festhalten, was sie machbar machen würde.
Was du sagst
Wir sortieren die Ideen jetzt in drei Felder: sofort machbar, originell und machbar, originell aber noch nicht machbar. Nehmt euch eine Idee nach der anderen und legt sie gemeinsam ab.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Pro Karte eine Grundsatzdiskussion — erst alles grob platzieren, dann nur die strittigen Fälle besprechen.
- Machbarkeit und Originalität sind Einschätzungen, keine Messwerte — Team-Konsens genügt, Scheingenauigkeit vermeiden.
- Der Now-Quadrant wird belächelt — schnelle sichere Umsetzungen sind das Budget für die Wow-Wetten.
Mehr zu How-Wow-Now-Matrix
Die How-Wow-Now-Matrix ist ein Raster, in dem ein Team gesammelte Ideen nach zwei Einschätzungen sortiert: Wie originell ist die Idee, und wie machbar ist sie? Daraus ergeben sich Gruppen mit eigenen Namen. Now sind gewohnte Ideen, die sich sofort umsetzen lassen. Wow sind originelle Ideen, die machbar sind. How sind originelle Ideen, für die heute noch etwas fehlt. Mit dieser Ordnung fällt es dem Team leichter, aus einer vollen Wand die nächsten Schritte zu wählen.
Wo die Matrix im Prozess steht
Vor der Matrix kommt die Ideenfindung. Typische Vorläufer sind Brainwriting 6-3-5, Crazy 8s oder ein klassisches Brainstorming. Wenn viele Karten ähnlich sind, hilft es, sie vorher zu bündeln, etwa mit Clustern + Dot-Voting. Dann steht jede Idee nur einmal im Raster.
Nach der Matrix geht es in die Prüfung. Die Wow-Ideen sind die Kandidaten für den nächsten Prototyp. Bevor ihr baut, lohnt sich ein Annahmen-Check: Was muss wahr sein, damit diese Idee funktioniert? Die riskanteste Annahme wird dann zur Testfrage für ein Papierprototyping.
Die Achsen vorher klären
Beide Achsen sind Einschätzungen der Gruppe. Damit sie halbwegs einheitlich ausfallen, braucht jede einen Bezugspunkt, den ihr vor dem Sortieren festlegt.
Originalität gegenüber wem? Gegenüber dem, was die eigene Organisation schon macht, gegenüber dem Markt oder gegenüber dem, was die Nutzer:innen kennen. Eine Idee kann im eigenen Haus neu und draußen längst üblich sein. Jede dieser Sichten ist zulässig. Wichtig ist, dass alle im Raum mit derselben arbeiten.
Machbarkeit mit welchen Mitteln und bis wann? Ein Satz wie „mit dem jetzigen Team und Budget bis Ende des Jahres“ verhindert, dass eine Person an die nächste Woche denkt und eine andere an die nächsten fünf Jahre.
Die vierte Ecke des Rasters bleibt in vielen Darstellungen ohne Namen: Ideen, die weder originell noch machbar sind. Was dort landet, darf gehen. Es hilft trotzdem, die Karten kurz liegen zu lassen. Manchmal steckt in einer schwachen Idee ein Gedanke, der in einer anderen Kombination wieder auftaucht.
Varianten
Online zieht ihr die Matrix auf einem gemeinsamen Whiteboard auf und lasst alle gleichzeitig verschieben. Gebt eine feste Zeit vor und schaltet danach auf Lesen um. Wer eine Karte verschieben will, sagt dazu einen Satz.
In großen Gruppen sortiert jede Kleingruppe zuerst ihre eigenen Ideen in eine kleine Matrix. Danach wandern nur die Wow- und How-Karten auf die gemeinsame Wand. So bleibt die Runde im Plenum kurz.
Mit wenig Zeit reicht eine einzige Frage: Welche Karten gehören in den Wow-Bereich? Alle markieren still mit Punkten, ähnlich wie beim Dot-Voting. Was viele Punkte hat, wird besprochen. Der Rest bleibt hängen und kann später sortiert werden.
Ein Beispiel
Angenommen, das Team einer Volkshochschule hat in einer Ideenrunde gesammelt, wie mehr junge Erwachsene in die Abendkurse kommen. An der Wand hängen dreißig Karten. Als Bezugspunkt legt das Team fest: originell im Vergleich zum eigenen Programm, machbar mit dem jetzigen Personal bis zum nächsten Semester.
Im Now-Bereich landen ein überarbeiteter Flyer und Kurszeiten, die später am Abend beginnen. Im Wow-Bereich landen zwei Karten: Probestunden, die Teilnehmende über einen Link an Freundinnen weitergeben können, und ein Kurs, der in einer Bar stattfindet. Im How-Bereich hängt die Idee, Kurse als Bausteine für ein anerkanntes Zertifikat anzubieten. Dafür fehlt eine Kooperation mit einer Kammer.
Das Team nimmt die Probestunden als nächsten Prototyp, weil sie sich in zwei Wochen testen lassen. Der Flyer wandert direkt in die Aufgabenliste.
Woran du ein gutes Ergebnis erkennst
Die Karten verteilen sich über das ganze Raster. Liegen fast alle im Wow-Bereich, waren die Bezugspunkte zu weich, und die Gruppe hat ihre eigenen Ideen verteidigt. Liegt fast alles bei Now, war die Ideenrunde vorsichtig. Dann lohnt sich eine zweite Runde mit einer schrägeren Methode, etwa der Kopfstand-Methode oder dem Analogie-Transfer. Ein weiteres Zeichen: Alle im Raum können zu jeder Wow-Karte sagen, warum sie dort hängt.
Was du danach mit dem Ergebnis machst
Fotografiert die Matrix, bevor jemand eine Karte abnimmt. Die Now-Ideen bekommen eine verantwortliche Person und ein Datum, am einfachsten auf einem Action-Board. Die Wow-Ideen gehen in die nächste Prototyp-Runde. Die How-Ideen bekommen einen Termin, an dem ihr sie wieder anschaut, zum Beispiel beim nächsten Quartalstreffen. Ändert sich bis dahin etwas an Wissen, Partnern oder Technik, rutscht eine How-Idee vielleicht in den Wow-Bereich.
Quellen
Häufige Fragen
Was ist die How-Wow-Now-Matrix?
Eine Matrix, die Ideen nach Machbarkeit und Originalität sortiert. Now sind machbare, gewohnte Ideen, Wow sind originelle und machbare, How sind originelle, die heute noch nicht umsetzbar sind.
Was macht man mit den How-Ideen?
How-Ideen sind stark, aber noch nicht umsetzbar. Halte für jede fest, was sie machbar machen würde, etwa Wissen, Partner oder Technik. So geht keine verloren und ihr könnt später darauf zurückkommen.
Wie lange dauert die How-Wow-Now-Matrix?
20 bis 40 Minuten, wenn die Ideen schon vorliegen. Erst platziert ihr alles grob und zügig, dann besprecht ihr nur die strittigen Fälle und die nächsten Schritte.
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