Wirkungspfad

Ein geplanter Eingriff wird Schritt für Schritt bis zur gewünschten Veränderung durchgezogen: was sofort passiert, was daraus folgt, was sich im System ändert und woran man es merkt. Unter jedem Pfeil steht die Annahme, die stimmen muss. So sieht die Gruppe, wo der Plan am dünnsten ist.

Auch bekannt als Wirkungskette, Wirkungslogik, Theory of Change, Pathway of Change, Veränderungspfad.

Dauer
25–75 Min
Gruppe
2–16 Personen
Schritt
Hebeln
Anlass
Strategie & Zukunft, Entscheidung herbeiführen, Innovation & neue Ideen

Wann Wirkungspfad passt

Nimm sie, wenn …

  • Ein Eingriff ist beschlossen, und die Gruppe will prüfen, ob er die gewünschte Veränderung wirklich bringen kann.
  • Ein Förderantrag oder ein Projektplan verlangt eine Wirkungslogik, und sie soll aus der Systemkarte kommen.
  • Die Gruppe ist sich einig über das Ziel und uneins über den Weg dorthin.

Lass sie liegen, wenn …

  • Es gibt noch keinen Eingriff. Dann zuerst Hebelpunkte suchen und einen auswählen.
  • Die Folgen eines Ereignisses in alle Richtungen interessieren. Das macht das Futures Wheel.

Schritt für Schritt

Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.

30 Minuten für 8 Personen
  1. 1
    Eingriff und Ziel5 Min

    Links der Eingriff, rechts die Veränderung, die er bringen soll, jeweils in einem Satz.

  2. 2
    Den Pfad füllen10 Min

    Was passiert sofort? Was folgt daraus? Was ändert sich im System? Je Feld ein Satz.

  3. 3
    Annahmen darunter15 Min

    Unter jeden Pfeil: Was muss stimmen, damit der nächste Schritt eintritt? Die wackligste Annahme bekommt einen Punkt.

Was du sagst

Wir gehen unseren Eingriff Schritt für Schritt durch: Was passiert sofort, was folgt daraus, was ändert sich am Ende? Unter jeden Pfeil schreiben wir, was stimmen muss, damit es weitergeht. Die wackligste Stelle markieren wir.

Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".

Woran es in der Praxis hakt

  • Der Pfad springt. Zwischen „Wir starten ein Mentoring“ und „Die Kündigungen sinken“ liegen mehrere Schritte; jeder bekommt ein eigenes Feld.
  • Die Annahmen bleiben unausgesprochen. Unter jedem Pfeil steht, was stimmen muss, damit der nächste Schritt eintritt.
  • Nebenwirkungen fehlen. Jeder Eingriff verändert auch etwas, das niemand wollte; dafür gibt es eine eigene Zeile.
  • Kein Merkmal am Ende. Ohne ein Zeichen, woran man die Veränderung erkennt, lässt sich der Pfad nie prüfen.

Häufige Fragen

Was ist ein Wirkungspfad?

Die Kette vom Eingriff bis zur gewünschten Veränderung, Schritt für Schritt: was sofort passiert, was daraus folgt, was sich im System ändert und woran man es merkt. Unter jedem Pfeil steht die Annahme, die stimmen muss.

Ist das dasselbe wie eine Theory of Change?

Das Vorgehen ist verwandt. Der Wirkungspfad ist die kurze Fassung für eine Workshop-Sitzung, mit einem Eingriff, vier Pfeilen und den Annahmen darunter. Wer einen Förderantrag schreibt, kann daraus die ausführliche Wirkungslogik entwickeln.

Was mache ich mit der wackligsten Annahme?

Sie wird zuerst geprüft, bevor viel Geld oder Zeit in den Eingriff fließt. Oft reicht ein kleiner Versuch oder ein Gespräch mit denen, die es betrifft. Hält sie nicht, wird der Pfad umgebaut.

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