Nutzer-Steckbrief

Eine Person aus der Zielgruppe auf einem Blatt: wer sie ist, was sie antreibt, was ihr im Weg steht und was sie sich wünscht. Knapper als eine Persona und direkt nach Gesprächen ausgefüllt, damit alle im Team dasselbe Bild haben.

Auch bekannt als User-Steckbrief, Zielgruppen-Steckbrief, Nutzer-Profilbogen.

Dauer
20–45 Min
Gruppe
1–30 Personen
Phase
Standpunkt beziehen
Anlass
Nutzer & Zielgruppe verstehen, Innovation & neue Ideen

Wann Nutzer-Steckbrief passt

Nimm sie, wenn …

  • Direkt nach Interviews: Das Team soll festhalten, mit wem es gesprochen hat.
  • Mehrere Leute haben verschiedene Gespräche geführt und brauchen ein gemeinsames Bild.
  • Für eine ausführliche Persona fehlt die Zeit, aber eine Person aus der Zielgruppe soll greifbar werden.

Lass sie liegen, wenn …

  • Es gab noch keine Gespräche oder Beobachtungen. Dann würde der Steckbrief aus dem Bauch gefüllt; führe vorher ein Exploratives Interview.
  • Du willst Gedanken, Gefühle und Aussagen einer Person nebeneinanderlegen. Dafür ist die Empathy Map gebaut.

Schritt für Schritt

Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.

30 Minuten für 8 Personen
  1. 1
    Eine Person wählen5 Min

    Am besten jemand, mit dem das Team gesprochen hat. Wer und Kontext eintragen.

  2. 2
    Antrieb, Hürden, Vorgehen15 Min

    Was will sie erreichen, was hält sie auf, wie löst sie es heute? Notizen aus den Gesprächen daneben legen.

  3. 3
    Wunsch und Satz5 Min

    Was würde ihr wirklich helfen? Zum Schluss ein Satz, möglichst als Zitat.

  4. 4
    Steckbriefe vorstellen5 Min

    Die anderen fragen nur: Woher wisst ihr das?

Was du sagst

Nehmt euch eine Person vor, mit der ihr gesprochen habt, und füllt den Steckbrief für sie aus: wer sie ist, was sie antreibt, was ihr im Weg steht. Schreibt nur, was ihr gehört oder gesehen habt.

Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".

Woran es in der Praxis hakt

  • Der Steckbrief wird aus dem Bauch gefüllt. Jede Aussage sollte auf etwas zurückgehen, das jemand gehört oder gesehen hat.
  • Drei Personen werden zu einer gemischt. Lieber eine Person genau beschreiben als drei unscharf.
  • Der Satz unten klingt wie ein Werbetext. Er wirkt am stärksten als Zitat in den Worten der Person.

Häufige Fragen

Was ist ein Nutzer-Steckbrief?

Ein Blatt über eine Person aus der Zielgruppe: was sie antreibt, was ihr im Weg steht, wie sie heute vorgeht und was ihr helfen würde. Jede Aussage geht auf etwas zurück, das jemand gehört oder beobachtet hat. Am Ende steht ein Satz, möglichst als Zitat.

Was ist der Unterschied zwischen Nutzer-Steckbrief und Persona?

Der Steckbrief ist knapper und wird direkt nach den Gesprächen über eine konkrete Person ausgefüllt. Die Persona verdichtet, was das Team in mehreren Interviews und Beobachtungen gelernt hat. Beide brauchen echte Gespräche als Grundlage.

Gehören Alter und Wohnort in einen Nutzer-Steckbrief?

Nur, wenn sie für das Vorhaben eine Rolle spielen und aus dem Gespräch stammen. Wichtiger sind Antrieb, Hürden und das heutige Vorgehen. Die Frage an jeden Steckbrief lautet: Woher wisst ihr das?

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