Klassisches Brainstorming
Ideen laut in der Gruppe sammeln — nach den Osborn-Regeln: Kritik verboten, Menge vor Qualität, wilde Ideen erwünscht, aufeinander aufbauen.
Auch bekannt als Ideensammlung, Ideenfindung, Brainstorming-Regeln.
- Dauer
- 20–45 Min
- Gruppe
- 3–15 Personen
- Phase
- Ideen finden
- Anlass
- Innovation & neue Ideen, Lehre, Seminar & Vortrag
Wann Klassisches Brainstorming passt
Nimm sie, wenn …
- Die Gruppe ist eingespielt, die Leitfrage steht, und es soll schnell und laut gehen.
- Als Aufwärmrunde vor einer strukturierten Methode wie Brainwriting oder SCAMPER.
Lass sie liegen, wenn …
- Chef oder Chefin sitzt mit im Raum und bewertet gern. Dann stilles Brainwriting, dort zählt jede Stimme gleich.
- Mehr als 15 Personen. Dann 1-2-4-All oder Kleingruppen, sonst hören zwölf Leute zu.
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Leitfrage & Osborn-Regeln anmoderieren5 Min
Die vier Regeln sichtbar aufhängen: keine Kritik, Menge zählt, wilde Ideen erwünscht, auf Ideen anderer aufbauen.
- 2Still anlaufen: erste Ideen einzeln notieren5 Min
Nimmt den Schnell-Rufern den Anker-Effekt und holt die Leisen mit rein.
- 3Zuruf-Runde: Ideen sammeln & sichtbar machen15 Min
Alle Ideen werden notiert, diskutiert wird nichts. Flauten kurz aushalten — danach kommen oft die besseren Ideen.
- 4Kurz sichten & Dubletten zusammenschieben5 Min
Noch nicht bewerten — Auswahl ist ein eigener Schritt (z. B. Dot-Voting oder How-Wow-Now).
Was du sagst
Unsere Frage: [Leitfrage]. Zwei Minuten schreibt jede Person still für sich, dann sammeln wir alles auf Zuruf. Heute wird nichts bewertet, Menge zählt, und ihr dürft auf den Ideen der anderen aufbauen.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Die erste Bewertung killt die Runde — Osborn-Regel Nr. 1 (keine Kritik) aktiv moderieren, auch gegen Chef-Kommentare.
- Lautstärke gewinnt: Stille Personen kommen nicht vor. Mit einer kurzen Still-Schreibphase starten gleicht das aus.
- Ohne scharfe Leitfrage (ideal: eine Wie-können-wir-Frage) wird es beliebig.
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Was ist Brainstorming im Design Thinking?
Brainstorming ist die am häufigsten praktizierte Form der Ideenfindung. Es ist eine Methode, bei der eine Gruppe von Menschen zusammenkommt, um Ideen zu einem bestimmten Problem oder Thema zu generieren.
Wofür wird Brainstorming verwendet?
Brainstorming wird verwendet, um eine Vielzahl von Ideen zu generieren, die man alleine nicht hätte entwickeln können. Es nutzt das kollektive Denken der Gruppe, indem es den Austausch, das Zuhören und das Aufbauen auf anderen Ideen fördert. Es schafft einen spezifischen Zeitrahmen, in dem man sich bewusst auf das Generieren von Ideen konzentriert und bewertende Gedanken zurückstellt.
Wie wird es angewendet?
Brainstorming kann in jedem Design- oder Arbeitsprozess angewendet werden, um Ideen für Designlösungen zu generieren. Es sollte immer eine spezifische Frage oder ein Problem adressieren, und es ist wichtig, einen sicheren, kreativen Raum zu schaffen, in dem die Menschen das Gefühl haben, alles sagen zu können, ohne beurteilt zu werden. Eine Brainstorming-Session dauert in der Regel zwischen 15 und 60 Minuten.
Beispiel
Ein Design-Team könnte Brainstorming verwenden, um innovative Ideen für ein neues Produkt zu entwickeln, indem es sich auf eine klare Problemstellung konzentriert und einen kreativen, offenen Dialog fördert.
Vor dem Brainstorming empfiehlt es sich mit HMW-Fragen bzw. WKW-Fragen zu beginnen.
Wie du solche Fragen baust, steht bei den How-Might-We-Fragen.
Quellen
- What is Brainstorming? | IxDF - The Interaction Design Foundation
- Design Thinking: brainstorming methods to create and innovate - Klaxoon
Design Thinking Brainstorming-Regeln
Was sind die Brainstorming Regeln im Design Thinking?
Regeln im Kreativprozess? Absolutes JA!
Damit Brainstorming auch zum gewünschten Erfolg führt, braucht es gute Regeln. Das mag den einen oder anderen liberalen Geist irritieren, aber die Innovationsforschung zeigt: keine Innovationen ohne gute Leitplanken. In den Ideenfindungs-Phasen eines Design Thinking Prozesses haben sich folgende Regeln etabliert und bewährt:
1. Urteile Aufschieben: Kreative Räume sind urteilsfreie Zonen, in denen Ideen fließen und Menschen auf die großartigen Ideen anderer aufbauen können.
2. Wilde Ideen Ermutigen: Die verrücktesten Ideen führen oft zu den brillantesten. Es ist wichtig, alle Ideen willkommen zu heißen, egal wie unkonventionell sie sein mögen.
3. Auf den Ideen Anderer Aufbauen: Die Verwendung von „und“ anstelle von „aber“ fördert Positivität und Inklusivität und führt zu einer Vielzahl von Ideen.
4. Beim Thema bleiben: Es ist wichtig, die Diskussion auf das Ziel zu konzentrieren. Abweichungen sind gut, aber man muss das Ziel im Auge behalten.
5. Eine Konversation nach der Anderen: Dies kann schwierig sein, insbesondere wenn viele kreative Menschen in einem Raum sind, aber es ist wichtig, beim Thema zu bleiben.
6. Visuell arbeiten: Arbeite mit kleinen Skizzen und simplen Strichfiguren. Verwende farbige Marker und Post-its (Haftnotizen). Klebe deine Ideen an die Wand, damit andere sie leicht verstehen und als Inspiration für neue Ideen nutzen können.
7. Strebe nach Quantität: Viel bringt viel. Generiere deine Ideen schnell. In jeder 60-minütigen Session solltest du versuchen, mindestens 100 Ideen zu generieren. Wir müssen durch die irrsinnigen Ideen durch, um an die guten zu kommen.
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Häufige Fragen
Welche Regeln gelten beim Brainstorming?
Vier Regeln: keine Kritik während der Sammelphase, Menge vor Qualität, wilde Ideen sind erwünscht, auf Ideen anderer aufbauen. Die Moderation schützt die erste Regel am härtesten.
Wie lange sollte ein Brainstorming dauern?
20 bis 45 Minuten, davon fünf Minuten stiller Anlauf, damit alle schon Ideen haben, bevor es laut wird. Danach die Sammlung kurz sichten und Dubletten zusammenschieben.
Warum funktioniert Brainstorming oft nicht?
Weil die erste Bewertung die Runde abwürgt, weil laute Personen die leisen überdecken und weil die Leitfrage zu breit ist. Eine stille Schreibphase am Anfang und eine scharfe How-Might-We-Frage lösen die meisten dieser Probleme.
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