Storyboard
Die Nutzung einer Idee als gezeichnete Bildgeschichte in 6–8 Feldern — macht den Ablauf konkret, deckt Lücken auf und erzählt die Lösung besser als jede Folie.
Auch bekannt als Storyboarding, Bildergeschichte.
- Dauer
- 30–75 Min
- Gruppe
- 2–12 Personen
- Phase
- Prototypen bauen
- Anlass
- Innovation & neue Ideen, Nutzer & Zielgruppe verstehen, Lehre, Seminar & Vortrag
Wann Storyboard passt
Nimm sie, wenn …
- Eine Idee klingt im Gespräch gut, aber niemand kann den Ablauf Schritt für Schritt erzählen.
- Du willst eine Lösung vor Entscheider:innen zeigen und Folien reichen dafür nicht.
- Vor dem Prototyping: Ihr sucht die Stellen, an denen die Geschichte springt.
Lass sie liegen, wenn …
- Es gibt noch keine Idee. Dann hast du nichts zu erzählen; sammle zuerst Ideen mit Crazy 8s.
- Du willst die Erfahrung echter Menschen aus dem Research nachzeichnen. Dann nimm User Journey Mapping, weil es den Ist-Zustand aus Beobachtungen zeigt.
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Szene festlegen: Held, Start, Ziel5 Min
Wer erlebt die Geschichte, womit beginnt sie, was ist am Ende anders? Ein Satz pro Frage.
- 26–8 Felder zeichnen15 Min
2 Teams zeichnen parallel je ein Storyboard — gleiche Idee, eigene Erzählung.
- 3Vorstellen & Lücken markieren10 Min
Beim Erzählen zeigt sich, wo die Geschichte springt — genau diese Sprünge sind die offenen Design-Fragen.
Was du sagst
Zeichnet in sechs bis acht Feldern, wie [Person] unsere Idee nutzt, vom Anlass bis zum Ergebnis. Strichmännchen reichen. Danach erzählt jede Gruppe ihre Geschichte.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Zeichen-Scham blockiert — vorher klarstellen: Strichmännchen und Kästen sind der Standard, es geht um den Ablauf.
- Das Storyboard zeigt nur die Lösung in Aktion und vergisst Anfang und Ende — Feld 1 ist das Leben VOR der Lösung, das letzte Feld der Gewinn danach.
- Text statt Bild: Wer Sätze in die Felder schreibt, umgeht den Zweck. Eine Zeile Untertitel pro Feld ist das Maximum.
Häufige Fragen
Was ist ein Storyboard im Design Thinking?
Eine gezeichnete Bildgeschichte, die zeigt, wie jemand eine Idee nutzt. Sie beginnt mit dem Leben vor der Lösung und endet mit dem Gewinn danach. Beim Erzählen fallen die Lücken im Ablauf auf.
Muss man für ein Storyboard zeichnen können?
Nein. Strichmännchen und Kästen reichen völlig, es geht um den Ablauf. Pro Feld genügt höchstens eine Zeile Untertitel, den Rest erzählt das Bild.
Wie viele Felder hat ein Storyboard?
Üblich sind sechs bis acht Felder. Das erste zeigt die Lage vor der Lösung, das letzte, was danach anders ist. Dazwischen liegt die Nutzung Schritt für Schritt.
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