Ursache-Wirkungs-Diagramm (Fischgräte)

Ein Problem steht im Kopf des Fisches, an den Gräten sammelt die Gruppe Ursachen nach Bereichen und fragt bei jeder weiter. So gräbt sie tiefer als bis zur ersten Erklärung und landet bei Ursachen, an denen sich etwas ändern lässt.

Auch bekannt als Ishikawa-Diagramm, Fischgrätendiagramm, Fishbone-Diagramm, Fishbone Diagram, Ishikawa.

Dauer
30–75 Min
Gruppe
2–12 Personen
Phase
Verstehen
Anlass
Strategie & Zukunft, Retro & Rückblick, Entscheidung herbeiführen

Wann Ursache-Wirkungs-Diagramm passt

Nimm sie, wenn …

  • Ein wiederkehrendes Problem hat viele mögliche Ursachen, und die Gruppe springt sofort zur Lösung.
  • Fehler in einem Ablauf, bei denen Menschen, Material und Methoden zusammenspielen.
  • Nach einer Panne soll ohne Schuldzuweisung nach Ursachen gesucht werden.

Lass sie liegen, wenn …

  • Die Ursachen wirken im Kreis aufeinander zurück. Dann bildet das Kausalschleifen-Diagramm das besser ab; die Fischgräte zeigt Ursachen in eine Richtung.
  • Die Ursachenkette ist kurz und naheliegend. Dann reicht 5-Why ohne Gräten.

Schritt für Schritt

Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.

30 Minuten für 8 Personen
  1. 1
    Das Problem als Wirkung formulieren5 Min

    Beobachtbar und konkret: „Lieferungen kommen zwei Tage zu spät.“ Es kommt in den Kopf des Fisches.

  2. 2
    Die Gräten benennen5 Min

    Mensch, Methode, Maschine, Material, Mitwelt, Messung. Was nicht passt, wird umbenannt.

  3. 3
    Ursachen still sammeln5 Min

    Ein Zettel pro Ursache, an die passende Gräte.

  4. 4
    Bei jeder Ursache nach dem Warum fragen5 Min

    Die Antwort kommt auf eine Nebenlinie. Weiterfragen, bis eine Ursache auftaucht, an der ihr etwas ändern könnt.

  5. 5
    Die wahrscheinlichsten Ursachen markieren5 Min

    Jede Person zwei Punkte. Was an mehreren Gräten auftaucht, ist oft ein Kernpunkt.

  6. 6
    Prüfung verabreden5 Min

    Für die markierten Ursachen: Woran sehen wir, ob es stimmt? Wer schaut nach?

Was du sagst

Im Kopf des Fisches steht unser Problem: [Problem]. Schreibt jede Ursache, die euch einfällt, auf einen Zettel und klebt sie an die passende Gräte. Danach fragen wir bei jeder Ursache: Warum passiert das?

Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".

Woran es in der Praxis hakt

  • Das Problem ist als Lösung formuliert („Wir brauchen mehr Personal“). Erst die beobachtbare Wirkung aufschreiben, dann suchen.
  • Die Suche endet bei einer Person. Weiterfragen: Was hat das möglich gemacht?
  • Alle Ursachen gelten als gleich sicher. Vermutungen kennzeichnen und prüfen, bevor Maßnahmen beschlossen werden.

Häufige Fragen

Was ist ein Ishikawa-Diagramm?

Ein Diagramm in Form einer Fischgräte: Im Kopf steht das Problem als beobachtbare Wirkung, an den Gräten sammelt die Gruppe Ursachen nach Bereichen. Bei jeder Ursache wird weiter nach dem Warum gefragt. So landet die Suche bei Ursachen, an denen sich etwas ändern lässt.

Welche Kategorien hat ein Fischgrätendiagramm?

Üblich sind Mensch, Methode, Maschine, Material, Mitwelt und Messung. Passt eine Gräte nicht zu eurem Problem, benennt ihr sie um. Die Kategorien sind eine Suchhilfe für die Ursachen.

Was ist der Unterschied zwischen Fischgräte und 5-Why?

5-Why folgt einer einzigen Ursachenkette nach unten. Die Fischgräte sammelt erst Ursachen in vielen Bereichen und fragt dann bei jeder weiter. Bei Problemen mit mehreren möglichen Ursachen bekommst du mit der Fischgräte den breiteren Blick.

Im Vergleich: 5-Why oder Ursache-Wirkungs-Diagramm?

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