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Wirkungsnetz (System-Map light)

Die Einflussfaktoren eines Problems als Netz mit Wirkungspfeilen — wer viel bewegt und selbst kaum bewegt wird, ist ein Hebel. Findet die Stellen, an denen sich Eingreifen wirklich lohnt.

Auch bekannt als Wirkungsdiagramm, Kausaldiagramm, System Map.

Dauer
40–90 Min
Gruppe
3–12 Personen
Schritt
Verbinden, Hebeln
Anlass
Strategie & Zukunft, Spannungen & heikle Themen

Wann Wirkungsnetz passt

Nimm sie, wenn …

  • Ein Problem ist zäh und kommt immer wieder, obwohl schon vieles versucht wurde.
  • Viele Faktoren hängen zusammen, und das Team streitet, wo es eingreifen soll.
  • Vor einer Maßnahmenplanung: Du willst die Stellen finden, an denen Eingreifen viel bewirkt.

Lass sie liegen, wenn …

  • Du brauchst eine schnelle Ursachenliste für einen einzelnen Fehler. Dann reicht 5-Why oder das Ursache-Wirkungs-Diagramm.
  • Die Gruppe kennt die Zusammenhänge schon und will die verstärkenden Kreisläufe genau ausarbeiten. Dafür ist das Kausalschleifen-Diagramm gemacht.

Schritt für Schritt

Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.

40 Minuten für 8 Personen
  1. 1
    Faktoren sammeln & eindampfen10 Min

    Still sammeln, Dubletten mergen, auf 8–12 Faktoren verdichten.

  2. 2
    Wirkungspfeile ziehen15 Min

    Eine Person führt den Stift, alle rufen Pfeile zu — sonst malen sechs Hände Chaos.

  3. 3
    Hebel & Schleifen identifizieren10 Min

    Viel Ausgang + wenig Eingang = Hebel (markieren). Kreise = die Selbstläufer des Problems.

  4. 4
    Konsequenz: wo greifen wir ein?5 Min

    1–2 Hebel auswählen und mit einer ersten Maßnahme versehen.

Was du sagst

Schreibt alle Einflüsse auf [Problem] auf Zettel. Dann zieht ihr Pfeile: Was beeinflusst was? Wo viele Pfeile rausgehen und wenige reinkommen, sitzt ein Hebel.

Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".

Woran es in der Praxis hakt

  • Zu viele Faktoren — ab ~12 wird das Netz zur Spaghetti-Wand. Vorher auf die wichtigsten eindampfen.
  • Pfeile ohne Richtungssinn („hängt zusammen“) — jeder Pfeil braucht Richtung und Vorzeichen, sonst ist es Deko.
  • Hebel gefunden, Schleifen übersehen — sich selbst verstärkende Kreise (A→B→A) erklären, warum das Problem so zäh ist. Explizit danach suchen.

Häufige Fragen

Was ist ein Wirkungsnetz?

Eine vereinfachte System-Map. Die Einflussfaktoren eines Problems stehen auf Karten, Pfeile zeigen, wer wen verstärkt oder dämpft. Faktoren mit vielen ausgehenden und wenigen eingehenden Pfeilen sind Hebel.

Wie viele Faktoren gehören in ein Wirkungsnetz?

Acht bis zwölf. Bei mehr wird das Netz unübersichtlich und die Pfeile verlieren ihre Aussage. Sammle deshalb erst breit und dampfe dann auf die wichtigsten Faktoren ein.

Was ist der Unterschied zwischen Wirkungsnetz und Ursache-Wirkungs-Diagramm?

Das Ursache-Wirkungs-Diagramm sammelt Ursachen für ein einzelnes Problem und ordnet sie in Gruppen. Das Wirkungsnetz zeigt, wie sich Faktoren gegenseitig beeinflussen, auch im Kreis. Diese Kreise erklären oft, warum sich ein Problem hält.

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