Ökosystem-Karte
Um das eigene Angebot herum entsteht die Karte aller Organisationen, die damit zu tun haben: Kundschaft, Partner, Mitbewerber, Geldgeber und die, die Regeln setzen. Pfeile zeigen, was zwischen ihnen fließt: Geld, Leistung, Wissen, Daten. So sieht die Gruppe, wovon sie abhängt und wo sie etwas zurückgibt.
Auch bekannt als Ecosystem Map, Ökosystem-Map, Wertschöpfungsnetz, Value Network Map, Ökosystem zeichnen.
- Dauer
- 30–90 Min
- Gruppe
- 2–16 Personen
- Schritt
- Sehen, Verbinden
- Anlass
- Strategie & Zukunft, Innovation & neue Ideen
Wann Ökosystem-Karte passt
Nimm sie, wenn …
- Ein Angebot, ein Projekt oder eine Organisation hängt von vielen anderen ab, und niemand hat das je aufgezeichnet.
- Vor einer Partnerschaft oder einer Strategie: Wer gibt uns was, und was geben wir zurück?
- Ein Geschäftsmodell soll sich ändern, und die Gruppe will sehen, wen das alles berührt.
Lass sie liegen, wenn …
- Es geht um Menschen und ihre Haltung zum Thema. Dann hilft die Akteurslandkarte oder die Stakeholder-Map.
- Es geht um das eigene Geschäftsmodell auf einer Seite. Dafür ist das Business Model Canvas gebaut.
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Mitte setzen5 Min
Das eigene Angebot in die Mitte. Ein Satz: Was bieten wir wem?
- 2Organisationen sammeln10 Min
Kundschaft, Partner und Zulieferer, Mitbewerber und Alternativen, Geldgeber und Regelsetzer: je Bereich still sammeln, dann anlegen.
- 3Ströme ziehen15 Min
Was fließt zwischen wem? Geld, Leistung, Wissen, Daten, je eine Farbe. Wo hängt alles an einem einzigen Pfeil?
Was du sagst
In die Mitte kommt unser Angebot. Drumherum legen wir alle, die damit zu tun haben: Kundschaft, Partner, Mitbewerber, Geldgeber und die, die Regeln machen. Dann ziehen wir Pfeile für das, was zwischen ihnen fließt, Geld, Leistung, Wissen und Daten.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Nur die Kundschaft und man selbst. Geldgeber, Regeln setzende Stellen und Mitbewerber prägen die Lage oft stärker.
- Pfeile ohne Richtung. Jeder Strom hat einen Absender und einen Empfänger, und manche laufen nur in eine Richtung.
- Alles bekommt dasselbe Gewicht. Dicke Pfeile für große Ströme, dünne für kleine.
- Die Karte endet am Rand des eigenen Geschäfts. Wer indirekt betroffen ist, kommt an den Rand.
Häufige Fragen
Was ist eine Ökosystem-Karte?
Eine Karte aller Organisationen rund um ein Angebot: Kundschaft, Partner und Zulieferer, Mitbewerber, Geldgeber und die, die Regeln setzen. Pfeile zeigen, was zwischen ihnen fließt, Geld, Leistung, Wissen und Daten.
Worin unterscheidet sie sich von der Akteurslandkarte?
Die Akteurslandkarte fragt, wie nah jemand am Thema steht und mit wem er verbunden ist. Die Ökosystem-Karte fragt nach dem Austausch: Wer gibt wem was, und wovon hängt das eigene Angebot ab?
Woran erkenne ich eine riskante Abhängigkeit?
Viel hängt an einem einzigen Pfeil: ein Zulieferer, ein Geldgeber, ein Kanal zur Kundschaft. Auch ein Strom, der nur in eine Richtung läuft, ist ein Hinweis, weil die andere Seite irgendwann einen Ausgleich verlangt.