Vorlagen · Problem lösen

System-Mapping-Werkstatt über zwei Tage

Ein Team nimmt sich zwei Tage für ein Problem, das sich nicht lösen lässt. Tag 1 sieht hin und verbindet: Lagebild, Verläufe, Akteure, Eisberg, dann die Karte mit ihren Schleifen. Tag 2 versteht und greift ein: Bestände und Flüsse, Archetypen, die Geschichte der Karte, die Frage, wer fehlt, drei Horizonte und zwei Hebel mit Datum. Für Strategie-Werkstätten, Organisationsentwicklung, die Lehre und große Veränderungsvorhaben.

14:15 hgeplante Dauer
26Blöcke mit Zeiten
freiübernehmen und anpassen

Dafür brauchst du ein Konto. Kostet nichts, dauert eine Minute.

Sehen und verbinden

07:15 h

Verstehen und eingreifen

07 h

AnkommenHauptarbeitPauseAbschlussAuswahl

Der Ablauf, Block für Block

Zusammen 14:15 h · Pausen sind mitgerechnet. Beim Übernehmen rechnen sich die Zeiten neu, wenn du Dauer oder Gruppengröße änderst.

Sehen und verbinden

Das Thema als Lage sehen, Verläufe und Akteure sammeln und die erste Karte mit Schleifen zeichnen.

Ankommen

  1. 20′Check-in — Check-in-RundeJede Person nennt ein Problem aus ihrem Alltag, das trotz aller Anstrengung wiederkommt. Eines davon wird das Thema der Werkstatt.

Hauptarbeit

  1. 60′Das Lagebild — Rich Picture zeichnenDie Lage als großes Bild: Beteiligte, Orte, Wege für Geld und Informationen, Streitpunkte. Die Blitze zeigen, wo es knirscht.
  2. 20′Grenze ziehen — Systemgrenze ziehenAus dem Bild wird eine Leitfrage mit Verb und Zeitraum. Was dazugehört, kommt nach innen, der Rest an den Rand.

Pause

  1. 15′Kaffeepause — PauseDas Bild bleibt hängen.

Hauptarbeit

  1. 40′Verläufe ansehen — Verhaltensverlauf zeichnenFür zwei, drei wichtige Größen zeichnet jede Person die Kurve über die Zeit. Übereinandergelegt zeigen sie, wo die Gruppe verschieden wahrnimmt.
  2. 45′Wer spielt mit? — AkteurslandkartePersonen, Gruppen und Organisationen in drei Ringe um die Leitfrage legen. Beziehungen bekommen ein Wort.

Pause

  1. 60′Mittagspause — PauseEssen, Kopf lüften.

Hauptarbeit

  1. 40′Unter die Oberfläche — Eisberg-ModellEin Ereignis, das alle kennen, vier Ebenen tiefer legen. Muster und Strukturen liefern die meisten Größen für die Karte.
  2. 30′Größen ordnen — Variablen clusternAlles Gesammelte als Größen, die steigen und sinken können. Doppeltes zusammenlegen, zu Regionen gruppieren, die Hauptvariable in die Mitte.

Pause

  1. 15′Kaffeepause — PauseKurz weg von der Wand.

Hauptarbeit

  1. 75′Die Karte zeichnen — Kausalschleifen-DiagrammAuf dem Whiteboard Pfeile mit Plus und Minus ziehen, Region für Region. Der System Mapper findet die Schleifen und meldet Pfeile ohne Vorzeichen.

Abschluss

  1. 15′Tagesabschluss — Blitzlicht-RundeWas hat mich heute überrascht, welche Frage nehme ich in die Nacht mit? Die Fragen kommen an die Wand für morgen früh.

Verstehen und eingreifen

Die Karte deuten, ihre Grenze prüfen und entscheiden, wo die Gruppe eingreift.

Ankommen

  1. 15′Was ist über Nacht aufgefallen? — Check-in-RundeEine Beobachtung von gestern, die nachgewirkt hat. Die Fragen von der Wand werden vorgelesen.

Hauptarbeit

  1. 45′Wo sammelt sich etwas an? — Bestand und FlussZwei, drei Größen der Karte als Badewanne zeichnen, mit Zu- und Abflüssen. Danach wird ein Hahn verstellt und gefragt, wann es jemand merkt.
  2. 40′Muster erkennen — Archetypen-CheckDie Schleifen gegen die typischen Systemfallen halten. Jeder Treffer braucht die konkreten Variablen auf der Karte.

Pause

  1. 15′Kaffeepause — PauseDurchatmen.

Hauptarbeit

  1. 30′Die Karte in Worten — Systemgeschichte erzählenDie Karte als Geschichte erzählen und vorlesen. Wo die Erzählung stockt, fehlt ein Pfeil.
  2. 45′Wer fehlt am Tisch? — Grenz-KritikDie Grenze mit vier Fragen prüfen, einmal für heute und einmal für den Wunsch. Die Lücke dazwischen zeigt, wen die Gruppe noch hören muss.

Pause

  1. 60′Mittagspause — PauseEssen, Kopf lüften.

Hauptarbeit

  1. 60′Wohin geht es? — Drei HorizonteDas Bestehende, die Übergänge und das Entstehende auf drei Kurven legen. Am Ende stehen Beschlüsse: loslassen, schützen, anfangen.

Pause

  1. 15′Kaffeepause — PauseKurz raus.

Auswahl

  1. 45′Hebel wählen — Hebelpunkte findenEingriffe an die Karte kleben und auf die Leiter legen, von Zahlen bis Denkweisen. Zwei Hebel werden gewählt, einer für sofort, einer für die lange Strecke.

Abschluss

  1. 30′Wer macht was? — Action-BoardZu beiden Hebeln der erste Schritt mit Namen und Datum. Die Karte bleibt auf dem Whiteboard und wird beim nächsten Termin weitergepflegt.
  2. 20′Abschlussrunde — Blitzlicht-RundeEine Sache, die ich aus den zwei Tagen mitnehme, und eine, die ich als Nächstes mit der Karte tue.

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