Variablen clustern
Aus einem Haufen gesammelter Einflussgrößen werden benannte Regionen: Doppeltes zusammenlegen, Zusammengehöriges gruppieren, jeder Gruppe einen Namen geben. Danach lässt sich eine Karte zeichnen, die man lesen kann.
Auch bekannt als Variablen gruppieren, Regionen bilden, Einflussgrößen ordnen.
- Dauer
- 15–45 Min
- Gruppe
- 3–20 Personen
- Schritt
- Sehen, Verbinden
- Anlass
- Strategie & Zukunft
Wann Variablen clustern passt
Nimm sie, wenn …
- Nach einer Sammelrunde hängen viele Einflussgrößen an der Wand, und keiner sieht mehr durch.
- Vor dem Kausalschleifen-Diagramm, damit die Karte lesbar bleibt.
- Mehrere Leute haben dieselbe Größe mit verschiedenen Worten aufgeschrieben.
Lass sie liegen, wenn …
- Ihr sortiert Interview-Notizen oder Ideen. Dafür ist Affinity Diagramming gebaut; Variablen clustern braucht Größen, die steigen und sinken können.
- Es liegen nur eine Handvoll Zettel da. Dann zeichnet ihr gleich das Wirkungsnetz (System-Map light).
Schritt für Schritt
Stell Zeit und Gruppengröße ein, der Ablauf rechnet mit. Im Agenda Maker passiert dasselbe, wenn du die Blockdauer änderst.
- 1Doppelte zusammenlegen5 Min
Alle Zettel an eine Wand. Was dieselbe Größe meint, kommt übereinander; Zustände werden zu Größen umgeschrieben.
- 2Still gruppieren15 Min
Ohne zu reden Zettel zueinander schieben, bis Gruppen entstehen. Wer anderer Meinung ist, schiebt zurück.
- 3Regionen benennen5 Min
Jede Gruppe bekommt einen Namen aus zwei, drei Wörtern und eine Farbe. Einzelne Zettel dürfen allein stehen.
- 4Die Hauptvariable finden5 Min
Welche Größe beschreibt das Problem am direktesten? Sie kommt in die Mitte der Karte, die Regionen darum herum.
Was du sagst
Ihr habt viele Größen gesammelt. Legt zuerst übereinander, was dasselbe meint. Dann schiebt ihr still zusammen, was aufeinander wirkt, und gebt jeder Gruppe einen Namen. Zum Schluss sucht ihr die eine Größe, die das Problem am besten beschreibt.
Der Satz, mit dem du den Block eröffnest. In eckigen Klammern steht, was du mit deinem Thema füllst. Im Agenda Maker liegt er im Feld „Moderation".
Woran es in der Praxis hakt
- Regionen nach Zuständigkeit (Vertrieb, IT, Personal). Das bildet das Organigramm ab. Gruppiert wird nach dem, was aufeinander wirkt.
- Zu viele Regionen. Mehr als fünf liest niemand mehr; dann zwei zusammenlegen oder eine Ebene höher benennen.
- Doppelte Größen bleiben liegen. „Stress“ und „Belastung“ meinen oft dasselbe; wer beide behält, zeichnet jeden Pfeil zweimal.
- Zustände auf den Zetteln. Aus „kein Vertrauen“ wird „Vertrauen“, damit die Größe steigen und sinken kann.
Häufige Fragen
Was heißt Variablen clustern?
Gesammelte Einflussgrößen werden geordnet: Doppeltes zusammenlegen, Zusammengehöriges gruppieren, jeder Gruppe einen Namen geben. Am Ende steht die Hauptvariable in der Mitte, die Regionen liegen darum. Daraus lässt sich eine lesbare Systemkarte zeichnen.
Wonach gruppiert man Variablen für eine Systemkarte?
Nach dem, was aufeinander wirkt. Gruppen nach Abteilungen wie Vertrieb oder IT bilden nur das Organigramm ab. Gruppiert wird still: Wer anderer Meinung ist, schiebt den Zettel zurück.
Wie viele Regionen sollte eine Systemkarte haben?
Mehr als fünf liest niemand mehr. Sind es mehr, legst du zwei zusammen oder benennst eine Ebene höher. Einzelne Zettel dürfen allein stehen.