Methoden für Kick-off und Teamstart
Methoden für den Anfang eines Vorhabens oder einer neuen Gruppe: ankommen, sich kennenlernen, das Ziel klären und festhalten, wer was als Erstes tut.
- Methoden
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- Je Methode
- Ablauf, Zeiten, Material
Ankommen & Aktivieren
Check-in-RundeAlle kommen einmal zu Wort, bevor es losgeht — holt die Gruppe in den Raum und macht Stimmungen sichtbar.Soziometrische AufstellungDer Raum wird zur Landkarte: Die Gruppe stellt sich nach Herkunft, Erfahrung oder Haltung auf — macht Vielfalt in Minuten sichtbar, ohne Vorstellungsrunde.Speed StartupKleingruppen machen in zehn Minuten aus einem Alltagsgegenstand ein Angebot und pitchen es in 30 Sekunden. Zeigt am eigenen Leib, was Anfangen mit dem Vorhandenen heißt.Speed-Dating-RundenWechselnde Zweiergespräche im Doppelkreis: In kurzer Zeit spricht jede:r mit vielen — auch die Leisen kommen im 1:1 zu Wort.
Verstehen & Recherche
Design Challenge formulierenDie Ausgangsfrage des Projekts so fassen, dass sie Richtung gibt, ohne Lösungen vorwegzunehmen — nutzerzentriert, offen, aber nicht uferlos.HandlungsanlassBevor ein Ziel feststeht, schreibst du auf, was dich stört und nicht mehr loslässt: die Situation, wen sie betrifft, warum gerade du. Ein Satz fasst es zusammen, eine zweite Person hört zu. Der Startpunkt für Vorhaben aus eigenem Antrieb.ImpulsvortragEin kurzer, klar gebauter Input, der die Gruppe auf denselben Stand bringt und eine Frage für die Arbeit danach hinterlässt.KWL-Tabelle (Weiß ich, will ich wissen, gelernt)Drei Spalten rahmen einen Lernblock: Vorher wird Vorwissen notiert und werden Fragen gesammelt, nachher hält jede Person fest, was sie gelernt hat. So wird Lernen sichtbar und offene Fragen gehen nicht verloren.Mittel-Inventur (Bird in Hand)Der Blick auf das, was schon da ist: Wer bin ich, was weiß ich, wen kenne ich? Aus der Inventur wird abgeleitet, was als Nächstes möglich ist.Stakeholder-MapAlle Beteiligten und Betroffenen eines Vorhabens sichtbar machen und nach Einfluss und Interesse sortieren — wer muss mitgenommen, wer nur informiert werden?
Analysieren & Strukturieren
AkteurslandkarteWer spielt im System mit, wie nah steht er am Thema und wer ist mit wem verbunden? Drei Ringe um die Leitfrage, Beziehungen als Linien. Zeigt Bündnisse, Lücken und wen bisher niemand gefragt hat.Partner-Radar (Crazy Quilt)Wer aus dem eigenen Umfeld könnte selbst mitgehen? Namen aus der Inventur nach Nähe sortieren und die ersten Gespräche festlegen. Partner bringen eigene Mittel ein und gestalten mit.Problem StatementDie Synthese-Erkenntnisse zu einem Satz verdichten: Wer braucht was, und welche Einsicht steckt dahinter? Der Satz, an dem sich die ganze Ideation ausrichtet.Systemgrenze ziehenVor jeder Karte klären, was dazugehört: die Leitfrage, was innen und was außen liegt, welcher Zeitraum zählt und aus wessen Sicht. Eine Karte ohne Grenze zeigt alles und deshalb nichts.
Ideen finden
Austauschen & Diskutieren
Marktplatz der MacherWer ein Vorhaben hat, ruft es aus; wer mitmachen will, schließt sich an. Aus dem Raum entstehen Crews, die mit vorhandenen Mitteln starten.Open Space (Kurzform)Die Teilnehmenden machen ihre eigene Agenda: Wer ein Thema hat, ruft eine Session aus — Selbstorganisation für Gruppen ab ~20, in der Halbtags-Variante.Story Circles (Erzählrunden)Kleine Runden, feste Redezeit, keine Unterbrechungen: Persönliche Geschichten schaffen in einer Stunde mehr Nähe als jeder Stehempfang.Think-Pair-ShareErst denkt jede Person allein über eine Frage nach, dann bespricht sie sich mit einer zweiten, dann teilen einige Paare mit allen. Bringt alle zum Nachdenken, auch die Leisen.World CaféGespräche in Café-Atmosphäre: kleine Tische, wechselnde Runden, eine gute Frage pro Runde — Ideen wandern mit den Menschen von Tisch zu Tisch.
Reflektieren & Abschließen
15 % SolutionsJede Person schreibt auf, was sie sofort tun kann, ohne neue Mittel und ohne um Erlaubnis zu fragen. So kommen Schritte auf den Tisch, die schon in der eigenen Hand liegen. (Struktur: Liberating Structures, CC BY-SA)Action-Board (Wer / Was / Bis wann)Ergebnis-Sicherung mit Verbindlichkeit: Erst stehen die Namen an der Wand, dann sagt jede Person selbst, was sie übernimmt.Erster Schritt (Pilot in the Plane)Jede Person legt eine Handlung fest, die diese Woche passiert: mit vorhandenen Mitteln, innerhalb des leistbaren Einsatzes, mit einem echten Menschen. Laut vorgelesen wird daraus eine Verabredung.
Welche nehmen?
Ein Kick-off braucht am Ende Namen und Termine. Plane die letzte halbe Stunde für Vereinbarungen ein.
Weitere Sammlungen
Methoden für große GruppenMethoden, die auch mit dreißig, sechzig oder mehr Menschen funktionieren.Kurze Methoden für 15 MinutenMethoden, deren kürzeste Fassung in eine Viertelstunde passt.Entscheidungsmethoden für GruppenMethoden, mit denen eine Gruppe aus vielen Optionen auswählt, Prioritäten setzt oder einen Vorschlag beschließt.