Entscheidungsmethoden für Gruppen

Methoden, mit denen eine Gruppe aus vielen Optionen auswählt, Prioritäten setzt oder einen Vorschlag beschließt. Manche gehen in fünf Minuten, manche prüfen Risiken gründlich.

Methoden
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Je Methode
Ablauf, Zeiten, Material

Analysieren & Strukturieren

Ideen finden

Priorisieren & Entscheiden

2×2-Matrix (Priorisieren)Ideen oder Optionen entlang zweier selbstgewählter Achsen sortieren (z. B. Wirkung × Aufwand) — macht Prioritäten sichtbar und Diskussionen konkret.15–40 Min · 2–16 Pers.80:20-Check (Pareto)Die 20 Prozent finden, die 80 Prozent der Wirkung bringen: eine Liste (Funktionen, Maßnahmen, Probleme) nach Wirkung sortieren und den Fokus radikal verengen.20–40 Min · 2–14 Pers.Annahmen-Check (Hypothesen priorisieren)Alle Annahmen hinter einer Idee offenlegen, nach wichtig × unsicher sortieren und die riskantesten in testbare Hypothesen übersetzen — bevor die Realität es ungefragt tut.30–60 Min · 2–12 Pers.Clustern + Dot-VotingIdeen ordnen, dann still mit Klebepunkten priorisieren — die Häufung zeigt sofort, wo die Energie der Gruppe liegt.15–45 Min · ab 3 Pers.Dot-VotingStilles Priorisieren mit Klebepunkten — schnell, sichtbar, und die Chefstimme wiegt genauso viel wie jede andere.15–25 Min · ab 3 Pers.Ecocycle-PlanungDie Gruppe ordnet ihre laufenden Vorhaben in einen Kreislauf aus Entstehen, Reife, kreativer Zerstörung und Erneuerung. So wird sichtbar, was festhängt, was zu wenig Kraft bekommt und was gehen darf. (Struktur: Liberating Structures, CC BY-SA)60–100 Min · ab 2 Pers.Eisenhower-MatrixAufgaben werden nach zwei getrennten Fragen sortiert: Sind sie wichtig, und sind sie dringend? Daraus folgt, was sofort erledigt, was eingeplant, was abgegeben und was gestrichen wird.15–40 Min · 1–12 Pers.Entscheidungsmatrix (gewichtete Kriterien)Optionen gegen gewichtete Kriterien bewerten — trennt Bauchgefühl von Fakten und macht die Abwägung für alle sichtbar.30–90 Min · 2–12 Pers.How-Wow-Now-MatrixIdeen nach Originalität und Machbarkeit sortieren: Now = sofort machbar, Wow = originell UND machbar (Jackpot), How = stark, aber noch nicht umsetzbar.20–40 Min · 2–16 Pers.Kano-Check (Basis / Leistung / Begeisterung)Produktmerkmale in drei Sorten sortieren: Basis (fehlt = Ärger), Leistung (mehr = besser), Begeisterung (überrascht positiv) — schützt davor, Begeisterung zu bauen, wo die Basis wackelt.30–60 Min · 2–12 Pers.Kapazitäts-CheckVor dem Vollpacken ehrlich rechnen, wie viel Zeit das Team im Sprint wirklich hat — Urlaub, Termine, Puffer raus, dann erst zusagen.15–30 Min · 2–15 Pers.Konsent-EntscheidungEntschieden wird, wenn niemand einen schwerwiegenden Einwand hat. Begeisterung ist keine Bedingung.25–75 Min · 3–12 Pers.Leistbarer Einsatz (Affordable Loss)Vor dem nächsten Schritt festlegen, was man bereit ist einzusetzen und im schlechten Fall zu verlieren, in vier Währungen: Geld, Zeit, Ansehen, Beziehungen.15–30 Min · ab 1 Pers.Planning PokerAufwand im Team schätzen, ohne dass die lauteste Stimme gewinnt — alle legen verdeckt, dann wird über die Ausreißer geredet.20–45 Min · 3–12 Pers.Venn-Check (Desirability × Feasibility × Viability)Ideen in drei überlappende Kreise einsortieren: Wollen es die Nutzer:innen, können wir es bauen, trägt es sich? Nur die Mitte hat alle drei — der Rest zeigt, was fehlt.20–45 Min · 2–14 Pers.

Reflektieren & Abschließen

Welche nehmen?

Kläre vorher, wer am Ende entscheidet: die Gruppe, eine Person nach Anhörung oder das Team im Konsent. Die Methode richtet sich danach.

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